Bottas hat in Baku signalisiert, dass ihm recht wäre, so früh wie möglich Bescheid zu wissen - auch, weil er sich auf dem Transfermarkt in einer schwierigen Position befindet, was Alternativen abseits von Mercedes betrifft. Und bei Mercedes deutet vieles darauf hin, dass George Russell nach drei Jahren "Ausbildung" bei Williams 2022 endlich seine Chance erhalten soll.
Wolff, von 'Motorsport-Total.com' konkret auf Bottas' verzwickte Situation auf dem Transfermarkt und was das für die Vertragsverhandlungen bedeutet angesprochen, erklärt: "Wir waren immer fair mit beiden Fahrern. In dem Moment, wo wir eine erste Tendenz hatten. Das würde auch in dem Fall so sein. Aber diese Entscheidung haben wir noch nicht getroffen."
Der Österreicher warnt allerdings davor, Bottas nur an den nackten Ergebnissen zu messen: "Valtteri hat wieder so viel Pech gehabt in diesem Jahr - siehe Monaco -, dass man's fast kaum glauben kann. Das ist sicher Teil unserer Entscheidung, was die Fahrerpaarung im nächsten Jahr betrifft."
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Der ehemalige Mercedes-Sportchef Norbert Haug glaubt indes "überhaupt nicht", dass ein Fahrerwechsel während der laufenden Saison (auch darüber wurde in britischen Medien bereits spekuliert) für sein Ex-Team eine Verbesserung bringen würde. Er rät eher zu einem anderen Vorgehen: "Ich glaube, man muss das machen, was nicht erwartet wird."

Haug: Bottas braucht Zuneigung

Haug macht's konkret: "Man muss einen Fahrer mal in den Arm nehmen, man muss den pflegen. Valtteri hat im Moment offensichtlich ein Problem, aber der hat ja das Fahren nicht verlernt", sagt er im Interview mit 'Sky'. "In zwei Wochen unterhalten wir uns vielleicht wieder und sagen, wie Bottas in Paul Ricard brilliert hat. Das kann sein, das können wir nicht ausschließen."
"Er war in Monaco gut, er war jetzt in Baku komplett daneben. Er war früher in Baku auch schon gut. Den muss man stabilisieren. Es wird einen Grund geben. Ich glaube nicht, dass es Lustlosigkeit oder sowas ist. Darin liegt auch die Stärke eines balancierten Teams und eines guten Teamchefs. Und der Toto kann das. Da habe ich keine Bedenken", ist Haug überzeugt.
Bottas hatte allerdings bereits vor Baku in seinem Auftreten erste atmosphärische Spannungen im Team erahnen lassen, als er erklärte, er sei "überrascht", dass Wolff sein angeblich unpräzises Anfahren beim missglückten Boxenstopp in Monaco öffentlich erwähnt hat. Er sei nämlich nur zwei Zentimeter neben der Optimalposition gewesen und somit sogar sehr präzise angefahren.
Jetzt rudert Wolff zurück: "Es war wahrscheinlich mein Fehler. Als ich den Stopp analysiert habe, habe ich gesagt, dass er ein paar Zentimeter zu wenig weit gefahren ist, ohne das als Schuldzuweisung zu verstehen. Er war eigentlich sehr präzise bei dem Stopp. Er hat bei der ganzen Geschichte keinen Fehler gemacht, sondern es war unser Problem."

Wolff betont enge Zusammenarbeit im Team

Dem Österreicher ist klar, dass in der aktuellen Situation aus einer unbedachten Wortmeldung schnell mal eine Schlagzeile werden kann: "Das gehört halt dazu, dass die Leute eine Geschichte erzählen wollen", sagt er im Interview mit dem TV-Sender 'Channel 4'. Aber er betont: "Innerhalb des Teams arbeiten wir eng zusammen."
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