GP Aserbaidschan: Mercedes-Piloten George Russell und Lewis Hamilton schlagen Alarm wegen Bouncing

In Barcelona schien das Update-Paket die Bouncing-Probleme von Mercedes behoben zu haben. Doch in Baku sind die Schwierigkeiten der Silberpfeile zurück und machen den Fahrern besonders auf der langen Gerade schwer zu schaffen. George Russell warnte nach dem Qualifying nun sogar vor einem Sicherheitsproblem. Für den 24 Jahre alten Briten sei eine "Katastrophe vorprogrammiert", wie er erklärte.

Lewis Hamilton

Fotocredit: Getty Images

Bei den hohen Geschwindigkeiten in Aserbaidschan wurden die Fahrer - insbesondere die beiden Mercedes-Piloten - heftig durchgerüttelt. Russell warnte nach der Zeitenjagd: "Es ist brutal. Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem größeren Unfall kommt."
Der frühere Williams-Pilot erklärte: "Viele von uns können das Auto bei diesen Bodenwellen kaum auf der Ideallinie halten. Wir fahren mit 300 km/h um die letzten beiden Kurven, kommen ins Schleudern, und man kann auf dem Asphalt sehen, wie eng die Autos über den Boden fahren."
Auch bei den beiden Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Carlos Sainz waren starke Vibrationen im Auto zu erkennen. Für Russell sei es "unnötig", ein Auto mit 200 km/h nur wenige Millimeter über dem Boden zu fahren.
"Damit ist eine Katastrophe vorprogrammiert", klagte der Brite und erklärte: "Ich kann die Bremszone kaum sehen, weil ich so viel springe. Wenn man in die letzte Kurve kommt, hat man auf beiden Seiten die Wände und das Auto hüpft auf dem Boden auf und ab."

Russell hinterfragt Fahrzeug-Generation

Schon am Freitag hatte Russell eine Grundsatzdebatte wegen der neuen Generation der Autos losgetreten. "Es ist wirklich nicht angenehm beim Fahren. Ich weiß nicht, was die Zukunft dieser Ära bringt, aber ich denke nicht, dass es richtig ist, so die nächsten vier oder mehr Jahre zu fahren", so der 24-Jährige.
Trotz der Probleme stellte Russell seinen Mercedes auf Startplatz fünf und war damit abermals schneller als Teamkollege und Rekordweltmeister Lewis Hamilton. Der 37-Jährige, der von Platz sieben in den Großen Preis von Aserbaidschan geht, klagte schon während der Session via Boxenfunk: "Das Aufsetzen ist wirklich gefährlich."
Der siebenmalige Champion zeigte sich ratlos, wieso die Probleme, die beim Grand Prix in Katalonien gelöst schienen, nun in Baku zurückkehrten - und kritisierte das Team.
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Lewis Hamilton

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Hamilton verständnislos: "Es ist unglaublich"

"In Barcelona hat sich das Auto stabil verhalten und hier ist das Bouncing in voller Stärke zurück. Es ist unglaublich, dass wir das nicht in den Griff bekommen", so Hamilton.
Auch der Superstar sorgte sich um die Gesundheit. "Irgendwann wird das wirklich zu einem Problem für die Sicherheit. Wir fahren mit 290 km/h durch die Kurven und der Wagen setzt extrem auf. Das geht auf Dauer einfach nicht", erklärte er und berichtete von gesundheitlichen Konsequenzen: "Am Freitag konnte ich meinen Longrun nicht beenden, so stark hat das Auto immer wieder aufgesetzt. Mein Rücken war kaputt. Ich habe jeden Abend Physiotherapie und Akupunktur, und ich hatte heute Morgen starke Schmerzen."
Allerdings leiden offenbar nicht alle Fahrzeuge in Baku so sehr am Bouncing wie die Silberpfeile. Ex-Teamkollege Valtteri Bottas erklärte am Freitag, keine großen Beschwerden durch die Vibrationen zu haben.
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Quelle: Perform

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