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GP Australien - Helmut Marko lacht über Tränen von Isack Hadjar nach Crash in Aufwärmrunde: "Ein bisschen peinlich"
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Update 17/03/2025 um 13:31 GMT+1 Uhr
Helmut Marko, Motorsportkonsultent bei Red Bull, hat wenig Mitleid mit Isack Hadjar nach dessen tränenreichen Aus beim Großen Preis von Australien gezeigt. Der Racing-Bulls-Rookie war in Melbourne bereits in der Einführungsrunde gecrasht und wurde im Anschluss völlig aufgelöst durch den Vater von Lewis Hamilton getröstet. Für Marko nahm hingegen Anteil und interpretierte die Szene als "peinlich".
Isack Hadjar war nach seinem Aus am Boden zerstört
Fotocredit: Getty Images
Herzzereißende Szenen im Albert Park, noch bevor das Auftaktrennen der Formel 1 in Australien überhaupt begonnen hatte: Racing-Bull-Rookie Isack Hadjar verlor schon auf der Einführungsrunde in die Startaufstellung das Auto, krachte in Kurve zwei in die Mauer - und stand danach weinend am Streckenrand. Erinnerungen an Mika Häkkinen nach seinem Aus in Monza 1999 wurden wach.
Einer, der damit allerdings wenig anfangen konnte, war Red Bulls rauer Motorsportkonsulent Helmut Marko: Der gebürtige Franzose habe "eine tränenreiche Show geboten", urteilte der Österreicher im "ORF" und grinste: "Das war ein bisschen peinlich."
Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher warb indes bei Marko um Verständnis für den Neuling: "Ich hätte jetzt auch nicht unbedingt geweint, aber natürlich fasst einen jungen Mann das an. Das erste Rennen, eine grandiose Leistung bis dahin, und das Team dann gefühlt so im Stich zu lassen, ist natürlich traurig. Und dann kriegt man auch - ich glaube gerade bei Red Bull, mit der Härte von Dr. Marko - ein bisschen Angst."
"Ich weiß nicht, was an Tränen peinlich ist", wunderte sich Schumacher in seiner Rennanalyse: "Aber gut, wir kennen Helmut, und er meint das bestimmt nicht so."
Zuspruch für Hadjar
Hadjar selbst beschrieb den bitteren Gang zurück in Richtung Box indes als "Walk of Shame" - doch einen tröstenden Arm fand der junge Franzose dabei doch noch, nämlich den von Lewis Hamiltons Vater Anthony.
"Das bedeutet mir sehr viel. Er wusste genau, wie ich mich fühlte, wie niedergeschlagen ich war, und kam in meinem schlimmsten Moment zu mir", sagte der 20-Jährige bei "Sky".
Bei Hamilton senior bedankte er sich: "Das ist eine sehr schöne Geste von ihm, und ich weiß das wirklich zu schätzen. Er meinte, ich solle den Kopf hochhalten und stolz auf mich sein, ich habe gestern eine gute Leistung gezeigt. Das war aufbauend."
Auch von Formel-1-Boss Stefano Domenicali höchstpersönlich erhielt Hadjar Zuspruch, von seinem Team bei den Racing Bulls sowieso: "Stefano kam in meinen Raum und sagte Ähnliches [wie Hamilton]. Es ist schön zu sehen, dass ich diese Unterstützung vom Team bekomme, das bedeutet mir viel."
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Isack Hadjar verlor in der Einführungsrunde die Kontrolle über seinen Racing Bull
Fotocredit: Getty Images
Hadjar sagt sorry: "einfach nur beschämt"
Racing-Bulls-CEO Peter Bayer nahm seinen Rookie in Schutz: "Es kann jedem passieren bei den Verhältnissen. Ein kleiner, minimaler Fehler und dann ist es vorbei", sagte der Österreicher - und wurde im Rennen darin schnell bestätigt.
Mit Jack Doohan, Gabriel Bortoleto und Liam Lawson, sogar an der gleichen Stelle wie Hadjar, flogen auch andere Rookies ab. In Person von Carlos Sainz und Fernando Alonso erwischte es darüber hinaus selbst erfahrene Piloten.
Dass andere Fahrer sein Schicksal teilten, tröste ihn aber "überhaupt nicht", erklärte der Bruchpilot und zeigte sich trotzdem wütend auf sich selbst.
"Ich würde sagen, mein Ansatz war nicht der richtige. Natürlich wissen wir alle, dass schwierige Bedingungen jeden erwischen können. Aber ich hätte nicht gedacht, dass es mich so früh trifft", sagte der Franzose: "Ich bin einfach nur beschämt und es tut mir unendlich leid für das Team."
"Habe ein starkes Kinn - aber das hier trifft mich"
Bayer hatte Verständnis für den Frust seines Schützlings, denn der Österreicher verriet bei "Sky" mit Blick auf die rutschigen Stellen auf dem Kurs: "Das wurde im Fahrermeeting sogar besprochen. Ich glaube, der Lewis hat das angesprochen oder der Max, bin mir nicht mehr sicher, dass diese Linien nicht hilfreich sind. Und insbesondere genau in der Zone, wenn es nass wird, dass es rutschig werden kann. Und ja, das wahrscheinlich ist ihm zum Verhängnis geworden."
Hadjar berichtete zu seinem Abflug: "Ich habe einfach die Hinterräder überbremst. Und als ich das Auto verlor, habe ich versucht, es zu retten - aber ich war nur noch Passagier. Es ist so schnell passiert, dass ich es nicht erwartet habe", ärgerte sich der Vizemeister der Formel 2 über seinen Fehler: "Das Auto so früh in der Saison zu beschädigen, bricht mir wirklich das Herz."
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Anthony Hamilton im Gespräch mit Isack Hadjar
Fotocredit: Getty Images
Zumal der Rookie zu bedenken gab: "Ich verliere dadurch wertvolle Erfahrung, mein erstes Grand-Prix-Wochenende, dazu auf nasser Strecke." Deswegen saß die Enttäuschung tief: "Ich hatte schon ähnliche Tiefpunkte, aber dieser hier ist besonders hart. Mein Weg in die Formel 1 war nicht einfach, er war ziemlich brutal. Ich würde sagen, ich habe ein starkes Kinn - aber das hier trifft mich wirklich."
Den einzigen Lichtblick, an einem sonst trüben Tag für den Neuling, lieferte schließlich Peter Bayer: "Wir haben ja Gott sei Dank nächste Woche wieder ein Rennen für ihn", war der Österreicher um Aufmunterung bemüht.
Auch Hadjar rang diese Aussicht zumindest ein kleines Lächeln ab: "Ich freue mich sehr auf Schanghai. Ich denke, der Speed ist da, deshalb kann ich es kaum erwarten, nächste Woche wieder auf die Strecke zu gehen." Und es dann einfach besser zu machen...
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