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Grand Prix von Australien: George Russell feiert den "Jojo-Effekt" - die Silberpfeile beherrschen das Videospiel
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Update 08/03/2026 um 16:07 GMT+1 Uhr
Viele Überholmanöver, ein bisschen Mario Kart - und am Ende die Wiedergeburt der Silberpfeile: Die Formel 1 ist mit einem wilden Grand Prix von Australien in ihre neue Ära gestartet. George Russell und Kimi Antonelli fuhren den ersten Mercedes-Doppelsieg seit 16 Monaten ein. Geprägt war das Rennen auch von zahlreichen Überholmanövern, die der neue Elektroschub im Hybridmotor ermöglichte.
George Russell vor dem Titelangriff in der Formel 1?
Quelle: Perform
Sieger George Russell flötete noch im Auto seine Liebeserklärung an die neuen Motoren in den Funk. Wenig später lachte er über den "Jojo-Effekt", der den Beginn dieser neuen Ära so sehr geprägt hatte.
Der extreme Elektroschub im Hybridmotor hatte beim Grand Prix von Australien für zahlreiche, abwechselnde Überholmanöver und für Szenen wie in einem Videospiel gesorgt.
Am Ende feierte Mercedes seinen ersten Doppelsieg seit 16 Monaten, Kimi Antonelli holte Rang zwei.
"Wir haben nach schwierigen Jahren endlich wieder das Gefühl, dass wir um den Titel kämpfen können", sagte Motorsportchef Toto Wolff.
Die Silberpfeile wirken fast so stark wie 2014, als sie bei Einführung der ersten Hybridmotoren für Jahre unschlagbar waren.
Verstappen sarkastisch: "Top-Rennen"
Ferrari hielt in Melbourne anfangs aufsehenerregend dagegen, hatte am Ende aber das Nachsehen. Charles Leclerc wurde Dritter vor Lewis Hamilton, beide äußerten sich ebenfalls wohlwollend zur neuen Formel 1, in der Verbrenner und Elektromotor jeweils etwa die Hälfte der Leistung liefern.
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Max Verstappen
Fotocredit: Getty Images
Doch bei weitem nicht alle Piloten lieben die Antriebe. Weltmeister Lando Norris und Max Verstappen etwa, vergangene Saison die Titelrivalen, landeten nur auf den Plätzen fünf und sechs - und machten ihrem Frust wie schon am gesamten Wochenende Luft.
Ein "Top-Rennen" sei das gewesen, sagte etwa Verstappen mit ganz viel Galgenhumor, schon zuvor hatte er betont, dass er am Steuer "emotional und vom Gefühl her völlig leer" sei. Auch Norris ließ wissen, dass das Chaos von Melbourne seine Meinung nicht geändert habe: Die Action auf der Strecke sei "künstlich" herbeigeführt.
120 Manöver dank des Elektroboosts
Was der Engländer meinte: Die Positionskämpfe sind nun ganz entscheidend vom Energiestand in der Batterie beeinflusst. So war Leclerc am Start von Rang vier an die Spitze geschossen, dann durfte Russell als einer der ersten Piloten den neuen Overtake Mode ausprobieren - einen Extraschub aus dem Elektromotor, der den Klappflügel DRS ersetzt.
Diese Überholhilfe stellte sich als äußerst mächtig heraus, insgesamt 120 Manöver zählten die Statistiker. Im Vorjahr waren es nur deren 45 gewesen.
Russell ging sehr einfach vorbei - dann hatte aber Leclerc den Vorteil des Schubs: Wer weniger als eine Sekunde hinter dem Vordermann fährt, darf ihn einsetzen. Das gesamte Schauspiel wiederholte sich noch einige Male. Leclerc, Russell und Hamilton lieferten sich an der Spitze einen engen Dreikampf. Russell sprach vom Jojo-Effekt, "sobald man vorne war, war es fast unmöglich, die Position zu halten".
Bortoleto holt erste WM-Punkte für Neuling Audi
Erst ein Virtuelles Safety Car und der unterschiedliche Umgang damit veränderte das Rennen: Mercedes ging sofort an die Box, Ferrari verzichtete und hatte dadurch später einen Nachteil. Bei freier Fahrt waren die Mercedes schneller.
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Nico Hülkenberg (r.) und Gabriel Bortoleto
Fotocredit: SID
Für Audi indes begann das Abenteuer Formel 1 zunächst mit einer großen Enttäuschung. Nico Hülkenberg konnte am ersten Rennen in der Geschichte des deutschen Werksteams nicht teilnehmen, schon auf dem Weg in die Startaufstellung traten Probleme mit der Telemetrie auf. Dafür standen am Ende die ersten WM-Punkte: Gabriel Bortoleto wurde Neunter.
Piastri verliert die Kontrolle über seinen McLaren
Überhaupt war schon vor dem Start einiges passiert. Tausende australische Fans schlugen während der Installationsrunden die Hände vor den Mund, denn für ihren Helden war der Tag in diesem Moment gelaufen: Oscar Piastri verlor bei gemächlicher Fahrt die Kontrolle über seinen McLaren.
"Es war eine Kombination einiger Dinge", sagte er später bei Sky: "Kalte Reifen, ich bin auf den Kerb gekommen. Ich hatte aber auch mehr Leistung, als ich erwartet habe."
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(SID)
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Verstappen vor ungewisser Saison: "Wollen konkurrenzfähig sein"
Quelle: SID
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