"Während der Fahrerparade hat man schon Mitleid mit den Leuten da draußen gehabt. Dass sie da jetzt noch drei Stunden auf den Tribünen und Hängen gesessen haben, ist natürlich bitter", sagt Vettel: "Sie sind einen weiten Weg gelaufen, in fürchterlichen Bedingungen, um überhaupt zur Strecke zu kommen und saßen dann den ganzen Tag auf den Tribünen. Sie haben auf uns gewartet, damit wir unser Rennen beginnen."
Doch einen echten Rennstart sollte es in den Ardennen nicht geben. Der Dauerregen sorgte für so viel Wasser auf der Straße, dass die Sicht durch die Gischt für die Fahrer zu schlecht war. "Man sieht einfach nichts. Ich war auf dem fünften Platz, das ist noch im vorderen Feld, und hintendran wird es noch schlimmer. Schon wo ich war, war nichts zu sehen auf den Geraden", erklärt Vettel.
Der dichte Spray sei eine typische Folge, wenn Formel-1-Fahrzeuge durch den Regen fahren. "So sind einfach die Autos. Wir ziehen das Wasser aus dem Asphalt und es hat einfach nicht aufgehört zu regnen. Es ist zwar nicht allzu viel Regen, aber es ist die ganze Zeit und kein Bisschen in der Mitte, dass wir mal ans Fahren kommen können", schildert er.
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Vettel brachte so seinen fünften Platz aus dem Qualifying ohne viel eigenes Zutun ins Ziel. Dabei hatte er sich für das Rennen schon einiges ausgerechnet. "Ich wäre natürlich gerne im Regen gefahren, wenn ich ehrlich bin, wir hätten noch ein bisschen Boden gutmachen können. Gestern habe ich mich wohlgefühlt", so der Aston-Martin-Pilot.

Vettel: "Es war die richtige Entscheidung"

Die Entscheidung, nicht zu starten, sei jedoch die richtige gewesen. "Wir wären alle gerne gefahren, aber wenn es nicht sicher ist, ist es nicht sicher. Es war die richtige Entscheidung, auch wenn wir stets gehofft hatten, irgendwann starten zu können", meint der viermalige Weltmeister. Zumal die Sicherheit der Fahrer "das höchste und oberste Interesse" sein sollte.
Mit Freude richtet Vettel daher bereits den Blick auf das kommende Wochenende in Zandvoort. "Da soll die Sonne scheinen", sagt er und lacht.
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