"Wir sind nicht stolz auf diesen Sieg", stellt Marko bei "Sky" klar. "Ich glaube, der Veranstalter und die Verantwortlichen haben alles versucht, das Rennen über die Bühne zu bringen, damit die Verpflichtungen erfüllt sind mit dieser Kompromisslösung. Aber ich finde es nicht gut, dass man das Publikum so lange hingehalten hat. Das hätte man gleich am Anfang machen können", äußert er deutliche Kritik.
Nachdem der für 15:00 Uhr geplante Rennstart zunächst mehrfach verschoben wurde, folgten zunächst zwei Formationsrunden hinter dem Safety-Car. Schnell wurde der eigentliche Start verschoben, wobei die Rennzeit bereits lief. Nach fast drei Stunden Pause versuchte es die Rennleitung erneut, doch nach zwei weiteren Umläufen hinter dem Safety-Car folgte die erneute Unterbrechung. Kurze Zeit später war endgültig Schluss.
Da zwei Runden absolviert wurden, wird das Rennen jedoch mit halben Punkten gewertet. Somit bekommt Verstappen 12,5 Zähler gutgeschrieben und holt fünf Punkte auf Lewis Hamilton auf, der als Dritter 7,5 Punkte erhielt.
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Damit bleibt Verstappen in der Gesamtwertung drei Punkte hinter Hamilton. "Wir haben uns hier stark gefühlt. Aber besser drei Punkte hinten als überhaupt keine Punkte. Wir sind nicht stolz, aber wir nehmen es mit", sagt Marko.

Wolff hat sich Absage gewünscht

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hätte sich lieber gewünscht, das Rennen komplett abzusagen und auch auf die Runden hinter dem Safety-Car zu verzichten. "Nicht zu starten [war] definitiv richtig, dieses Prozedere hinterm Safety-Car hätte man sich wahrscheinlich sparen können", sagt er im 'ORF'. Die halben Punkte seien "ärgerlich, aber so ist das Reglement", ergänzt Wolff.

Helmut Marko beim Großen Preis von Ungarn

Fotocredit: Getty Images

Mit dem Hin und Her tat sich die Formel 1 keinen Gefallen, die Fans auf den Tribünen harrten tapfer aus, begleiteten die zweite Rotphase direkt vor dem endgültigen Abbruch aber auch mit Pfiffen. "Es war kein angenehmer Renntag und man sollte sich da für die Zukunft etwas Besseres einfallen lassen", fordert Marko, der die "große Unsicherheit" bemängelte.
Eine Möglichkeit sei es gewesen, das Rennen auf Montag zu verschieben. "Nachdem das nächste Rennen in Zandvoort ist, nicht weit entfernt von hier, wäre es von der Logistik her möglich gewesen. Wie es von der Strecke her ist, kann ich nicht beurteilen", so Marko. Jedoch ist unklar, inwiefern die ehrenamtlichen Helfer wie die Streckenposten auch am Montag noch zur Verfügung gestanden hätten.
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