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GP von Belgien - Lewis Hamilton schockiert über Mercedes-Rückschlag in Spa: "Ein echter Schlag ins Gesicht"
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Publiziert 27/08/2022 um 23:20 GMT+2 Uhr
Eigentlich wollte Mercedes nach der Sommerpause wieder näher dran am Sieg sein, doch das Qualifying in Spa-Francorchamps hat ein ganz anderes Bild gezeigt. "Es war viel, viel schlimmer als gedacht", muss Lewis Hamilton nach seinem siebten Platz einräumen. Denn: "Ich hätte nie gedacht, dass wir zwei Sekunden zurückliegen würden." Nicht nur, dass sich die Silberpfeile den Alpines geschlagen gaben.
Lewis Hamilton
Fotocredit: Getty Images
Vor allem der Abstand nach ganz vorne ist erschreckend: Mehr als 1,8 Sekunden fehlen Hamilton auf die Bestzeit von Max Verstappen, bei Teamkollege George Russell (8.) sind es sogar mehr als zwei Sekunden.
"Wir sind hier mit viel Optimismus hergekommen, dass wir wieder näher dran sein werden. Eine halbe Sekunde, wer weiß", sagte der Brite. "Aber dann 1,8 Sekunden zurückzuliegen, ist ein echter Schlag ins Gesicht."
Woran es gelegen hat, weiß er nicht: "Wir sind einfach nicht schnell", zuckte er mit den Schultern. "Es liegt einfach am Auto. Ich habe alles versucht und alles gegeben, Flügel gewechselt, das Set-up geändert, alles", sagte er. "Aber die beiden Teams vor uns sind in einer anderen Liga."
Mercedes war mit großen Erwartungen nach Spa gereist. Sechsmal in Folge war man zuletzt auf das Podium gefahren, in Frankreich und Ungarn sogar jeweils mit beiden Fahrzeugen. Dazu kam in Budapest die erste Poleposition der Saison. Und mit dem neuen Unterboden-Reglement sollte es noch einmal weiter nach vorne gehen.
Hamilton deutlich: "Es ist scheiße"
Der schlechte Freitag war zwar nicht optimal, aber noch kein Alarmsignal, denn auch in Ungarn kamen die Silberpfeile am Freitag nicht auf Touren. Doch dass es am Samstag nicht besser wurde, ist schon eine Enttäuschung - auch wenn Hamilton das so nicht sagen möchte.
"Ich möchte das Wort Enttäuschung nicht benutzen, denn man muss daran denken, dass in der Fabrik 2.000 Leute sind, die so hart arbeiten, es hinzubekommen", sagte er. "Natürlich würde ich mir wünschen, dass wir es hinbekommen und Updates bringen, die uns nach vorne bringen, aber das ist nicht der Fall."
Hamilton frustriert: "Das tut weh"
"Das tut weh, glaubt mir, aber man muss es weglachen und sich sagen, dass man nicht um die Meisterschaft kämpft. Man darf sich nicht hängen lassen", betonte er. "Ich habe die Verpflichtung, die Moral oben zu halten und weiter zu pushen. Man darf nicht entmutigt sein." Auch wenn er zugab: "Ja, es ist scheiße und es ist langsam."
Den W13 wird Hamilton "am Ende des Jahres definitiv nicht vermissen", doch er muss die restliche Saison mit dem arbeiten, was er hat. "Es ist der größte Rückstand, den wir jemals hatten. Wir können nicht viel machen", so der Brite. "Ich fokussiere mich nur darauf, wie wir das Auto für das kommende Jahr bauen und designen", sagte er.
"Was wir machen können: Über Meetings in der kommenden Woche sprechen und darüber sprechen, wo wir im kommenden Jahr sein wollen. Was sind die Probleme? Was können wir mitnehmen? Und sicherstellen, dass das nächste Auto nicht so wie das hier sein wird. Daran versuche ich zu arbeiten. Das ist der einzige Fokus."
Start aus zweiter Reihe "verrückt"
Trotz aller Kritik startet Hamilton am morgigen Sonntag aber aus der zweiten Startreihe, weil einige andere Fahrer wie Max Verstappen und Charles Leclerc Strafversetzungen auffassen. "Verrückt, oder?", sagte Hamilton.
"Wir sind so langsam, aber wir starten morgen als Vierter und haben vielleicht eine Chance, auf das Podium zu kommen. Wer weiß? Wir müssen optimistisch bleiben", so der Mercedes-Pilot. "Das Auto hat mir an diesem Wochenende nicht gesagt, dass es gewinnen möchte. Vielleicht werde ich heute Abend mal mit ihm reden, und morgen wird es dann hören."
Das wird laut ihm aber eine Überraschung sein. "Wir wissen nicht, wie schnell oder langsam wir sein werden."
Es kommt darauf an, was Hamilton ihm heute Abend ins Ohr flüstert.
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