Konkret wurde dem Briten laut offiziellem FIA-Dokument ein Vergehen gegen Kapitel 3, Artikel 4 des Anhangs III des Internationalen Sportcodes vorgeworfen, weshalb er bei den Stewards vorsprechen musste.
In dem entsprechenden Artikel hieß es wörtlich: "Die Fahrer müssen während des gesamten Wettbewerbs, wenn sie sich auf einer Rennstrecke, in der Boxengasse, auf einer Wertungsprüfung oder auf einem Parcours bewegen, durch Sicherheitsgurte entsprechend dem technischen Reglement des betreffenden Fahrzeugs ordnungsgemäß auf ihrem Sitz gesichert sein."
In Hamiltons Fall in Sao Paulo ging es um seine Feierlichkeiten nach der Zieldurchfahrt auf der Auslaufrunde, die bei Hamilton besonders umfangreich ausfielen. Dafür löste er seine Gurte. In der Urteilsbegründung zeigen die Kommissare "Verständnis für den Wunsch zu feiern", dennoch sei es "grundsätzlich unsicher, die Sicherheitsgurte zu lösen, während das Auto in Bewegung ist".
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Die Stewards appellierten in diesem Zusammenhang auch an die Vorbildfunktion der Formel-1-Fahrer. "Langsame Geschwindigkeiten in diesen Autos sind für einen nicht angeschnallten Insassen sehr schnell. Außerdem sind die Formel-1-Fahrer das Vorbild für die Nachwuchsklassen. Es ist wichtig, dass die Fahrer der Nachwuchsklassen lernen, wie wichtig es ist, jederzeit alle Sicherheitsvorrichtungen des Fahrzeugs zu benutzen", hieß es.

Sicherheitsfrage schon 2017 Thema

Sicherheitsfragen spielen beim Weltverband FIA eine große Rolle, Hamilton stand schon einmal wegen einer Gurt-Thematik im Mittelpunkt. Beim Großen Preis von Japan 2017 forderte Romain Grosjean, zu diesem Zeitpunkt Vorsitzender der Fahrergewerkschaft GPDA, eine Klarstellung vom damaligen Rennleiter Charlie Whiting, ob das Öffnen der Sicherheitsgurte gestattet sei.
Whiting bestätigte damals, dass das Öffnen der Gurte nicht gestattet ist, das Lockern bei langsamer Fahrt aber schon.
Auch Hamiltons WM-Rivale Max Verstappen war im Laufe des Wochenendes mit einer Geldstrafe belegt worden. Für das unerlaubte Berühren von Hamiltons Heckflügel im Parc-ferme nach der Qualifikation am Freitag wurde der Red-Bull-Pilot zu 50.000 Euro Strafe verurteilt.
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