"Mercedes", analysiert Formel-1-Experte Gary Anderson, "bekommt entweder das Energiemanagement besser hin, oder sie haben einfach für den letzten Sektor mehr Energie übrig. Andere brauchen im ersten Sektor mehr Energie."
Der Blick auf die Zwischenzeiten bestätigt das: Während im ersten Sektor sogar Daniel Ricciardo (8./Renault/+0,968) am schnellsten war, nehmen die "Schwarzpfeile" der Konkurrenz im dritten Sektor drei Zehntelsekunden und mehr ab. Das ist die Powerpassage der Strecke, mit der Hangargerade und dem Weg zurück zu Start und Ziel.
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Verstappen bemängelt Handling des Red Bull

Verstappen war mit dem Handling des RB16 seinerseits nicht zufrieden. Zuerst meldete er am Boxenfunk ein "rüttelndes Gefühl" links vorne. Und nach seinem schnellen Run funkte er: "Wieder das gleiche. Ich habe hinten keinen Grip mehr." Was suggeriert, dass der Red Bull die Pirelli-Reifen zu schnell verschleißt.
Seinem Teamkollegen Alexander Albon (13.) brummte Verstappen eine Sekunde Rückstand auf. Diesmal ist Albon aber entschuldigt. Nach seinem Crash am Freitag verzichtete Red Bull darauf, sein Chassis zu wechseln. Beim Fire-up am Samstagmorgen stellten die Honda-Ingenieure dann ein Problem mit der Batterie fest. Das zu beheben, kostete 45 Minuten Trainingszeit.

Vettel und Ferrari mit Problemen

Hinter den "großen Drei" eroberte Lance Stroll Platz vier. Rückstand: 0,703 Sekunden. Die beiden Racing Points gingen spät auf die Strecke, als diese am griffigsten war. Bis zur zweiten Zwischenzeit lagen Stroll und Nico Hülkenberg Kopf an Kopf. Erst im dritten Sektor ließ Hülkenberg drei Zehntelsekunden liegen. Letztendlich wurde er Neunter, mit einer Sekunde Rückstand.
Und war damit bester Deutscher! Für Sebastian Vettel läuft Silverstone 2020 weiterhin nicht nach Wunsch. Auf seiner schnellsten Runde bockte der SF1000 ausgerechnet in der ultraschnellen Becketts-Passage. Und später schraubten die Mechaniker schon wieder seinen Fußraum rund um die Pedalerie auf. Bilder, die wir am Freitag schon gesehen hatten.
Mit dem Kampf um die Pole-Position hat Ferrari diesmal nichts zu tun. Vettel wurde mit fast eineinhalb Sekunden Rückstand 14. Auf Charles Leclerc fehlte ihm eine halbe Sekunde. Der belegte immerhin P6. Es sagt viel aus, dass fünf der sechs Ferrari-Motoren im Feld im Abschlusstraining auf den letzten sieben Positionen lagen.
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