Formel 1: Ferrari-Pilot Leclerc nimmt Unfallschuld auf sich

Für Ferrari war der Heim-Grand-Prix in Monza eine einzige Katastrophe. Zuerst fiel Sebastian Vettel aufgrund eines Defekts an der Bremsleitung aus. Kurze Zeit später schoss Charles Leclerc mit hohem Tempo in die Bande, blieb bei dem üblen Crash aber unverletzt. Nach dem Rennen nahm der Monegasse die Schuld für den Unfall auf sich und sprach von einem Fahrfehler.

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Es war der größte Zwischenfall des Rennens: Etwa zur Häfte des Italien-Grand-Prix in Monza crashte Ferrari-Fahrer Charles Leclerc hart in die Reifenstapel ausgangs der Parabolica. Doch Leclerc hatte Glück im Unglück: Er überstand den Unfall unverletzt, war damit "nur" raus aus dem Rennen.
Seine Erklärung für den Abflug: "Ich habe das Auto einfach verloren. Mein Fehler."
Er habe bis dahin aber versucht, über die Schwächen des Fahrzeugs hinwegzufahren, sagte Leclerc: "Es war ein sehr schwieriges Rennen. Gleich mit dem ersten Reifensatz hatte ich sehr große Schwierigkeiten. Wir hatten insgesamt in den mittelschnellen und schnellen Kurven zu kämpfen, sehr sogar."
"Dann dachte ich, wir hätten Pech gehabt mit dem Safety-Car, aber das war eigentlich Glück, weil die Boxengasse zu war. Und weil wir große Probleme auf den Soft-Reifen hatten, haben wir auf Hard gewechselt. Ich glaube, das war zu diesem Zeitpunkt der richtige Schritt."

Probleme setzten sich fort

"Auf den harten Reifen hatte ich aber erneut massive Probleme. Ich pushte trotzdem, aber dann verlor ich das Auto und ich flog ab in der Parabolica."
Er habe jetzt zwar "ein paar Schmerzen" vom Einschlag in die Reifenstapel, so sagte Leclerc, "aber sonst geht es mir gut."
Und seine Ehrlichkeit wird Leclerc hoch angerechnet. Formel-1-Experte Alexander Wurz sagte im "ORF": "Interessant, dass er den Fehler zugegeben hat. Auch einem Topfahrer wie ihm passiert das. Da sieht man, in Monza, wie schnell so ein Formel-1-Auto ist. Das unterschätzt man als Zuschauer. Die 200 Meter Auslaufzone sind dann gleich mal vorbei."

"Schlimmer als nur schlecht zu sein"

Für Ferrari-Teamchef Mattia Binotto war der Abflug indes fast nur eine Randnotiz in einem problembehafteten Rennwochenende. "Es war der schlimmste Abschluss für ein schwieriges Wochenende", meint er. "Mit beiden Autos nicht über die Distanz zu kommen, ist noch schlimmer als nur schlecht zu sein."
Leclerc habe das Auto "wohl überfahren", sagte Binotto weiter. "Und dann hat er es außer Kontrolle verloren. Nichts weiter. Vielleicht waren die Reifen nach dem Restart hinter dem Safety-Car noch etwas kalt."
Leclerc meinte dazu: "Wir können nur daraus lernen. Es gibt aber nicht viel Positives", lediglich die Hoffnung auf Besserung in Mugello. "Vielleicht", sagte Leclerc, "können wir nach zwei wirklich schwierigen Wochenenden ein bisschen zurückschlagen."
"Es ist heute schwierig, aber ich bin dankbar, ohne größeren Blessuren aus dem Auto gekommen zu sein. Und jetzt freue ich ich auf Mugello und darauf, dort hoffentlich ein gutes Ergebnis einzufahren."
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