F1-GP Monza: Toto Wolff ahnte Gala von Kimi Antonelli beim Heimspiel - Mercedes-Pilot "ging über das Wasser"

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Toto Wolff betont, dass er bereits am Samstag etwas Besonderes gespürt habe. Ganz gleich, wie viele Rennen Kimi Antonelli im Verlauf seiner Karriere noch gewinnen wird: Für Wolff wird Monza 2026 eine Ausnahmestellung behalten. Genau wie vor sechs Jahren - als Pierre Gasly für AlphaTauri triumphierte - hat sich der 6. September im Autodromo Nazionale di Monza erneut als historisches Datum erwiesen.

Kimi Antonelli gewann in Monza von Startplatz 19 aus

Fotocredit: Getty Images

2026 versetzte Lokalmatador Antonelli die Tifosi auf den Rängen in pure Ekstase - nachdem es bei den italienischen Fans am Sonntagnachmittag nach Charles Leclercs heftigem Einschlag in der Parabolica zunächst nur Tränen gegeben hatte.
Antonelli brannte jedoch eine bemerkenswerte Aufholjagd in den Asphalt. Nach dem Wechsel seines Antriebs und dem resultierenden Start von Startplatz 19 hatte wohl niemand mit seinem Sieg gerechnet. Genau das war eigentlich auch der Gedanke hinter dem Motorenwechsel gewesen: dem Youngster jeglichen Druck von den Schultern zu nehmen. Doch Antonelli schaffte dennoch das Unmögliche.
Der WM-Führende hatte sich bis zur Roten Flagge bereits auf Rang zwölf nach vorne gekämpft. Nach dem Restart pflügte der Italiener förmlich wie ein heißes Messer durch die Butter durch das Feld - auf dem Weg zu dem, was Antonelli selbst als seinen bis dato besten Formel-1-Sieg bezeichnet.
Fernando Alonso galt im Vorfeld mit seiner Prognose, Antonelli werde auf das Podium fahren, noch als extrem optimistisch. Doch Wolff wusste - auch wenn er es vor dem Rennstart nicht laut aussprechen wollte -, wozu der junge Italiener vor heimischer Kulisse an diesem Tag fähig sein würde.
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Kimi Antonelli bejubelt seinen siebten Sieg der Saison

Fotocredit: Getty Images

Wolff hatte eine Ahnung

"Ich dachte mir, dass einer unserer beiden Fahrer gewinnen wird", verriet Wolff. "Entweder George, weil er auf der Pole stand, oder Kimi, weil er hier in Monza einfach über das Wasser gehen wird. Und dieses Gefühl hatte ich bereits gestern."
Auf die Frage, warum er die Gala Antonellis schon nach dem Qualifying geahnt habe, holte der Österreicher weiter aus: "Es ist schon eine Weile her, dass ich ein solches Energielevel, diese Einstellung, die Mentalität oder die Verhaltensmuster bei einem Fahrer gesehen habe. Ich wusste einfach: Seine heutige Mission lautet, dieses Rennen zu gewinnen. Ich habe mich gestern noch mit seinem Vater unterhalten, und auch er hat es kommen sehen."
"Das sind genau diese Momente, in denen du anhand der einzelnen Sessions erkennst, wie sich so ein Wochenende zusammenfügt, und spürst, dass etwas Außergewöhnliches passieren kann. Aber es bleibt am Ende nun mal ein mechanischer Sport, da kann sich das Blatt schnell wenden."

Dieser Sieg bleibt im Gedächtnis

In der gesamten Formel-1-Historie hat es bislang überhaupt nur ein einziger Pilot geschafft, von einem noch weiter hinten liegenden Startplatz aus zu gewinnen: John Watson im Jahr 1983 in Long Beach.
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Kimi Antonelli feiert mit Mercedes-Teamchef Toto Wolff

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Jeder im königlichen Park von Monza wurde somit Zeuge von etwas Historischem. Dennoch muss Wolff schmunzeln, als er gefragt wurde, wo sich dieser Triumph in der Rangliste der speziellsten Siege seiner Formel-1-Laufbahn einordnet.
"Das klingt jetzt extrem unromantisch, aber ich vergesse Siege tatsächlich recht schnell!", gestand der Mercedes-Motorsportchef.

Eine späte Revanche

"Es gibt ein paar wenige, an die ich mich erinnere. Vielleicht an meinen ersten, auch wenn der nicht ganz so glamourös ist, wie man sich das wünschen würde: Pastor Maldonado in Barcelona. Oder Nico Rosberg mit Mercedes-Benz, das erste Mal in Monaco. Und der Sieg von Lewis Hamilton in Singapur."
"Es gibt also durchaus eine Handvoll dieser ganz großen Momente. Und dieser hier gehört ganz sicher zu denen, an die ich mich immer erinnern werde."
Abgesehen von der spektakulären Aufholjagd durch das gesamte Feld ist der Erfolg für Wolff noch aus einem ganz anderen Grund emotional aufgeladen: Vor zwei Jahren war Antonelli auf derselben Strecke heftig gecrasht, als Mercedes ihm im ersten Freien Training sein Debüt an einem Grand-Prix-Wochenende ermöglichte.

Der ganz große Meilenstein

Wolff sieht darin den besten Beweis für die rasante Entwicklung, die Antonelli in so kurzer Zeit hingelegt hat: "Damit schließt sich gewissermaßen der Kreis. Vor zwei Jahren im ersten Training war es für ihn selbst und seine Familie der wahrscheinlich härteste Moment seiner bisherigen Laufbahn. Ein Augenblick, in dem absolut jeder Zweifel hatte - er eingeschlossen."
"Und exakt zwei Jahre später folgt der größte Triumph, der bisherige Höhepunkt seiner Karriere, der wahrscheinlich auch mit Blick auf seine Zukunft einer der ganz großen Meilensteine bleiben wird."
Wolffs Fazit: "Selbst wenn er noch 200 Grands Prix gewinnen sollte: Dieses Rennen wird immer etwas ganz Besonderes bleiben. Und genau aus diesem Blickwinkel möchte ich diesen Tag betrachten."
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Sonderlackierung: Ferrari ehrt Schumacher bei Formel-1-Rennen in Monza

Quelle: SID


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