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Mick Schumacher crasht beim GP von Japan - Günther Steiner reagiert enttäuscht und frustriert auf Abflug
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Publiziert 07/10/2022 um 14:44 GMT+2 Uhr
Haas-Teamchef Günther Steiner hat "enttäuscht und frustriert" auf den Crash von Mick Schumacher im 1. Freien Training von Suzuka reagiert. "Wir sind nur rausgefahren, um den Rennstart zu simulieren und um Daten zu sammeln und dann hat Mick auf dem Weg zurück in die Box das Auto beschädigt", klagte der Südtiroler bei "F1TV". Für Schumacher kommt der Patzer in Japan zum unglücklichsten Zeitpunkt.
Mick Schumacher
Fotocredit: Getty Images
Dabei hatte das Wochenende für Schumacher bei seinem Debüt auf der Traditionsstrecke vielversprechend begonnen. Der Haas-Pilot, der sich für den Grand Prix von Japan Regen gewünscht hatte, fuhr im 1. Freien Training die siebtschnellste Zeit.
"Die Leistung ist da. Wir waren konstant dabei", analysierte Schumacher nach seinem Unfall bei "Sky".
Doch nach dem Ende der Session verlor der Deutsche den VF-22 in der Dunlop-Kurve, rutschte in den Kies und krachte heftig in die Reifenstapel. "Das ist wie auf der Autobahn. Beim Aquaplaning kann man nichts mehr machen. Man wird zum Passagier. Ich habe das Auto nicht da platziert, wo es hätte sein sollen. Aber solche Dinge passieren", sagte Schumacher.
"Natürlich ist das ein Fahrfehler", erklärte Sebastian Vettel bei "Sky", nahm seinen Freund aber in Schutz: "Es ist nicht so viel Wasser auf der Strecke. Das sollten die Reifen besser abkönnen."
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Mick Schumacher nach seinem Unfall in Suzuka
Fotocredit: Getty Images
Schumacher: Unfall zur Unzeit
Doch der Unfall kam für Schumacher zur Unzeit. Denn noch immer muss sich der 23-Jährige für einen neuen Vertrag in der Formel 1 empfehlen. Nach Monaten mit stärkeren Leistungen kamen Gedanken an die schweren Crashs auf, die Schumacher sich zu Saisonbeginn erlaubt hatte.
Damals war der Sohn des Rekordweltmeisters Michael Schumacher nach Unfällen in Saudi-Arabien und Monaco von Steiner scharf kritisiert worden. Zuletzt hatte der Südtiroler seinen Piloten für die Entwicklung gelobt, gleichzeitig aber herausgestellt, was dabei am wichtigsten sei: "Punkte holen und nicht crashen."
Besonders bitter: Bei seiner Premiere in Suzuka verpasste Schumacher durch seinen Patzer das 2. Freie Training und verlor dadurch wichtige Testkilometer.
"Wir müssen schauen, dass wir morgen im 3. Freien Training aufholen, um im Qualifying so weit oben zu stehen wie möglich", analysierte der Formel-2-Champion von 2020.
Steiner: "Das dritte Mal"
Doch nicht nur die verlorene Trainingszeit schmerzt den US-amerikanischen Rennstall. Zudem kosten die Schäden an Frontflügel, Nase, Aufhängung und Unterboden mal wieder Geld, welches dem Haas-Team nur sehr begrenzt zur Verfügung steht.
"Es ist jetzt das dritte Mal", bemängelte Steiner deutlich. "Die Mechaniker werden einen langen Abend haben, aber sie werden das Auto wieder reparieren. Wir haben alle Teile, das ist kein Problem. Das Auto wird da sein", sagte der Teamchef im Hinblick auf das letzte Training und das Qualifying am Samstag.
"Aber es ist natürlich enttäuschend", so der 57-Jährige. Das Chassis allerdings ist wohl zu retten. Der Austausch am Freitag war eher eine Vorsichtsmaßnahme, um nicht mit versteckten kleineren Schäden ins Wochenende zu gehen.
Auswirkungen auf den Vertrag?
Auf die Vertragssituation, beteuerte Steiner, werde der Unfall aber keine Auswirkungen haben: "Das hat mit der Sache wenig zu tun."
Und auch Schumacher selbst zeigte sich ob seines Unfalls und der unklaren Vertragssituation nicht alarmiert. "Ich würde mich wundern, wenn das meine Chancen auf den Vertrag beeinträchtigt", sagte er und schickte eine Kampfansage an die Konkurrenz: "Am Sonntag sind Punkte auf jeden Fall drin."
Im Qualifying am Samstag (8:00 Uhr im Liveticker) soll es nun trocken sein, am Sonntag könnte es wieder regnen. Und Schumacher hofft darauf weiterhin. "Es sieht gut aus", sagte er, "wahrscheinlich muss ich nicht mal einen Regentanz aufführen."
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(mit SID)
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