Formel 1: FIA-Präsident Jean Todt über die Zeitstrafe gegen Sebastian Vettel

Im Streit um die Fünf-Sekunden-Strafe für Sebastian Vettel verteidigt FIA-Präsident Jean Todt nun die Entscheidung der Regelhüter der Formel 1. "Wir haben die besten Stewards der Welt. Sie machen einen hervorragenden Job", sagte der Chef des Automobil-Verbands der "Bild". Eine Regeländerung, wie sie viele Experten fordern, hält der frühere Ferrari-Teamchef für sehr risikoreich.

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Jean Todt sprach sich gegen eine Regeländerung aus. Er sagte: "Die Fahrer sind doch die ersten, die auf eine Einhaltung aller Regeln bestehen. Wenn wir anfangen, sie zu lockern, kann es dazu führen, dass es mitunter gefährlich wird. Man sieht das teilweise in der Formel E, wo die Fahrer deutlich mehr Freiheiten haben als in der Formel 1."
Vettel war beim Großen Preis von Kanada in Führung liegend nach einem Fahrfehler in der 47. von 70 Runden ins Gras gerutscht und hatte bei seiner Rückkehr auf die Strecke den hinter ihm fahrenden Lewis Hamilton im Mercedes fast in die Mauer gedrängt.

Ferrari kann Situation neu bewerten lassen

Die Stewards sprachen noch während des Rennens eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe gegen Vettel. Der Heppenheimer fuhr knapp vor Hamilton über das Ziel. musste diesem aber den Sieg überlassen.
Jedoch hat die Scuderia nach Artikel 14.1.1 des sportlichen Regelwerks der FIA noch die Chance, bei Vorlage von neuen Beweisen die Rennkommissare zu einer neuen Bewertung der Situation zu bewegen. Dazu hat Ferrari 14 Tage nach Rennende Zeit, also bis zum Großen Preis von Frankreich am kommenden Sonntag.
(SID)
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