Formel 1 GP von Kanada: Fernando Alonso motzt und fährt im 2. Freien Training Bestzeit - Defekt stoppt Max Verstappen

Fernando Alonso hat sich im zweiten Freien Training zum Grand Prix von Kanada die Bestzeit gesichert. Der Aston-Martin-Pilot nutzte bei wechselnden Wetterverhältnissen die Gunst der Stunde, war zu Beginn auf trockener Strecke am schnellsten und verwies George Russell (Mercedes/+0,463) und Lance Stroll (Aston Martin/+0,654) auf die Plätze zwei und drei.

Max Verstappen

Fotocredit: Getty Images

Weniger gut lief es für WM-Leader Max Verstappen. Der Red-Bull-Pilot war nach 20 Minuten gerade auf seiner vierten Runde, als ihm sein Renningenieur funkte: "Komm an die Box und schalte ab." Als Grund wurde ein "Fail 55" angegeben - ein technischer Defekt.
Verstappen kam rein und bat seine Crew: "Könnt ihr die Ventilatoren holen? Ich rieche ein bisschen Rauch." Später bestätigte Red Bull einen Defekt des Energierückgewinnungssystems ERS als Ursache, und der hielt die Mechaniker länger auf Trab. Verstappen konnte nicht mehr rausfahren und beendete das zweite Training mit 3,501 Sekunden Rückstand auf Platz 18.
Angesichts des wechselhaften Wetters waren die Bedingungen am gesamten Freitag alles andere als repräsentativ. Doch Verstappen hatte schon im ersten Freien Training in Montreal nur den fünften Platz belegt. Es könnte sich also die Befürchtung bestätigen, dass Red Bull nach Monaco ein weiteres schwieriges Rennwochenende bevorsteht.
Die Session begann bei der Ansage einer hundertprozentigen Regenwahrscheinlichkeit auf relativ trockener Fahrbahn. FIA-Rennleiter Niels Wittich hatte die Strecke daher noch nicht offiziell als nass deklariert. Das passierte erst um 17:05 Uhr Ortszeit, also fünf Minuten nach Beginn.

Alonso lästert über Ferrari

Da hatte Ferrari aber schon Charles Leclerc (4./+0,746) mit Intermediates auf seine erste Installationsrunde geschickt. Ein Fehler, denn laut Reglement sind Intermediates oder Regenreifen nur auf einer "wet Track" erlaubt. Leclerc wurde gleich auf seiner ersten Runde zurück an die Box beordert. Die FIA kündigte trotzdem eine Untersuchung des Regelverstoßes nach der Session an.
Schon während des Trainings bekam Leclerc Ärger mit Alonso. Der Spanier, nach einer Viertelstunde auf trockener Strecke schon in Führung, meckerte über den Monegassen: "Leclerc ist der langsamste in der letzten Kurve. Schaut nicht in den Spiegel. Typisch Ferrari!"
Darüber hinaus ist dem Freitagsergebnis wenig Bedeutung beizumessen. Selbst zu Beginn, als die Strecke noch trocken war, gab es nur bedingt vergleichbare Longruns. "Die Teams müssen sich am Samstag ein weißes Blatt Papier nehmen und neu anfangen", analysierte "ServusTV"-Experte Christian Klien.
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(SID)
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Quelle: Eurosport


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