Derweil musste Mercedes die Hoffnungen auf den vorzeitigen Gewinn der Konstrukteurs-WM zunächst um eine Woche verschieben. Um bereits in Sepang zum dritten Mal nach 2014 und 2015 Team-Weltmeister zu werden, hätten Hamilton und Rosberg maximal sieben Punkte auf die Red Bull verlieren dürfen.

Vettel "wie ein Torpedo"

"Sebastian ist angekommen wie ein Torpedo", erzählte Rosberg nach dem Rennen: "Ich hab im ersten Moment gedacht, jetzt ist alles vorbei." Während sich Rosberg nach der Startkollision mit Vettel zunächst auf dem 17. Platz wiederfand und sich von dort aus bravourös nach vorne kämpfte, war das Rennen für seinen Landsmann beendet.
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Die Aufhängung am Ferrari war gebrochen, der viermalige Weltmeister und Vorjahressieger Vettel hatte nach gerade mal 600 Metern bereits Feierabend.
"Es ist natürlich nicht schön, hier zu stehen und zuzuschauen, wie die anderen weiterfahren", sagte er anschließend bei "RTL". Wolff übte sich auch hier in Nachsicht. "Sebastian ist ein viermaliger Weltmeister, einer der besten Fahrer in der Formel 1", sagte der Österreicher: "Er hat das sicherlich nicht mit Absicht gemacht, solche Situationen passieren halt in der Hitze des Augenblicks immer wieder."

Strafe für Vettel

Die Rennkommissare sahen Vettels Schuld als erwiesen an und belegten ihn mit einer Rückversetzung um drei Startplätze für den 17. von 21 WM-Läufen am kommenden Sonntag im japanischen Suzuka.
Vettel kam wie schon gesagt nur bis zur ersten Kurve. Beim Versuch, Verstappen zuerst außen und dann innen zu überholen, kollidierte der Vorjahressieger mit Rosberg. "Ich habe den Mercedes berührt", funkte Vettel an die Box: "Ich hatte keinen Platz, konnte nirgendwo hinfahren." Verstappen, selbst kein Kind von Traurigkeit, formulierte es deutlich drastischer. "Vettel ist verrückt. Er ist in Rosberg reingeknallt wie ein Idiot", schimpfte der 19-Jährige.
Das wollte Vettel dann aber doch nicht so stehen lassen. "Max und ich haben beide am gleichen Punkt gebremst", sagte der viermalige Weltmeister. Er habe versucht, sich wieder einzuordnen, und habe sich "an Max vorbeigebremst. Wir waren beide spät, aber nicht zu spät, auf der Bremse." Natürlich habe Rosberg vorne seine Linie ganz normal gewählt. "Leider war er dann aber früher auf der Bremse als wir dahinter", sagte Vettel am Sky-Mikrofon: "Es ist blöd, dass ich den Unfall nicht vermeiden konnte, und es ist bitter für Nico, weil er gar nichts dafür konnte."
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