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Formel-1-Zukunft unklar: Sergio Perez muss beim Heimrennen in Mexiko Leistung zeigen - Red Bull wird ungeduldig
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Publiziert 23/10/2024 um 11:55 GMT+2 Uhr
Sergio Pérez steht beim Heimrennen in Mexiko im Fokus. Um die Formel-1-Zukunft des Teamkollegen von Max Verstappen bei Red Bull wird trotz Vertrag für die kommende Saison spekuliert. Noch begegnet der Mexikaner den Gerüchten vor seinem Heimrennen mit Humor. Allerdings kann aus Spaß schnell Ernst werden: Der Abstand zu Max Verstappen wir immer größer und bei Red Bull ist man nicht zimperlich.
Sergio Perez begegnet Gerüchten um F1-Aus mit Humor
Fotocredit: Getty Images
Wenn im Herbst die orangene Totenblume Cempasuchil am prachtvollen Paseo de la Reforma gepflanzt wird, stehen in Mexiko-Stadt zwei große Feiern bevor: Am Dia de los Muertos, dem Tag der Toten, wird das Andenken an die Verstorbenen bunt und schaurig hochgehalten.
Zudem ist es seit nunmehr zehn Jahren Zeit für das Gastspiel der Formel 1 in der 22-Millionen-Metropole - und für den alljährlichen Ausbruch des Checo-Fiebers.
Sergio Pérez, der Lokalmatador und Volksheld, sorgt bei seinem Heimspiel regelmäßig für Jubelstürme. Lautstarke "Checo"-Rufe hallen durch das Autodromo Hermanos Rodriguez, das wird auch beim kommenden Großen Preis von Mexiko (Sonntag, 21.00 Uhr im Liveticker) nicht anders sein - womöglich aber zum letzten Mal.
Um Pérez' Zukunft in der Königsklasse wird trotz eines gültigen Red-Bull-Vertrags bis 2026 spekuliert.
Pérez antwortet auf Gerüchte mit Humor
Gerüchte, der 34-Jährige werde am Wochenende seinen Rücktritt erklären, kursieren im Fahrerlager. Gerüchte, denen Pérez in den Sozialen Medien mit Humor begegnete.
Der sechsmalige Grand-Prix-Sieger postete einen Ausschnitt aus dem Hollywoodfilm "The Wolf of Wallstreet", Schauspieler Leonardo DiCaprio brüllt: "I'm not fucking leaving!" - Pérez ergänzt mit vielen Lach-Emojis: "Sorry".
Öffentliche Rückendeckung erhält Pérez von der Teamleitung. Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko verwies am vergangenen Wochenende in Austin am "Sky"-Mikrofon einmal mehr auf Perez' gültigen Vertrag. Wenn Perez seine Leistungen bringe, stelle sich die Frage nach einer vorzeitigen Ablösung nicht.
Doch genau hier liegen das Problem und die Ursache für alle Zweifel. Pérez performt in unschöner Regelmäßigkeit unter den Erwartungen und Möglichkeiten des Red Bull.
Ricciardo "hat die Erwartungen nicht erfüllt"
In Zahlen liest sich das so: Seit dem Großen Preis von China im April stand Pérez nicht mehr auf dem Podium. Das Rennen in Shanghai war das fünfte der Saison, in Mexiko steht der 20. WM-Lauf an. Mit 150 Zählern ist er nur Achter der Fahrerwertung, in der Konstrukteurs-WM muss Red Bull ernsthaft um den Titel fürchten.
Der Abstand zu seinem Teamkollegen Max Verstappen ist eklatant. Der niederländische Weltmeister ist zwar der wohl beste Fahrer des Grids, in der Vergangenheit war der Leistungsunterschied aber deutlich geringer.
Pérez muss sich im Saisonendspurt steigern und stabilisieren. Denn, das sagte Helmut Marko auch: "Die Formel 1 ist ein Leistungssport."
Routinier Daniel Ricciardo kostete das zuletzt sein Cockpit beim Schwesterteam Racing Bulls. Die Formel-1-Karriere des Australiers ist Geschichte. "Er hat die Erwartungen nicht erfüllt", sagte Marko.
Ricciardos Nachfolger Liam Lawson überzeugte auf Anhieb. Der Neuseeländer fuhr in Texas ein starkes Qualifying und wurde im Rennen Neunter. Der 22-Jährige erhielt Lob von allen Seiten - einschließlich Marko. "Wir haben Liam ins Auto gesetzt, um zu sehen, wo er steht", sagte der Österreicher.
Nach der Saison 2024 wird darüber ein Urteil gefällt, die Platzvergabe evaluiert. Das Ergebnis könnte Pérez nicht gefallen.
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(SID)
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