GP Miami: Lando Norris glaubt "nicht an diesen Momentum-Kram" - Lewis Hamilton wird bei Ferrari schon sarkastisch

Seinen Teamkollegen Oscar Piastri sah er zuletzt nur von hinten, die öffentlichen Zweifel an ihm wachsen - doch Lando Norris gibt sich cool. "Ich glaube nicht an diesen Momentum-Kram", sagte der McLaren-Pilot vor dem Großen Preis von Miami. Das Rennen in der Hitze von Florida ist keines wie jedes andere für den Briten: Im Vorjahr feierte er auf dem Stadtkurs seinen ersten Formel-1-Sieg.

Lando Norris muss in seinem McLaren wieder besser performen

Fotocredit: Getty Images

Sein Stern stieg damals auf und auch der seines Teams, das 2024 letztlich souverän die Konstrukteurs-WM gewann.
Er habe "gute Erinnerungen", betonte Norris und sagte mit Blick auf das sechste Saisonrennen am Sonntag (22:00 Uhr im Liveticker): "Der Plan und die Hoffnung ist, das zu wiederholen."
Dazu benötigt der 25-Jährige nach Rennen mit einigen Fehlern "ein sauberes Wochenende". Generell, räumte der WM-Zweite der Vorsaison hinter Max Verstappen ein, haben im Paket mit dem diesjährigen McLaren bei ihm "ein paar Sachen haben noch nicht geklickt".
Norris liegt in der Fahrer-WM zehn Punkte hinter seinem ein Jahr jüngeren Teamkollegen Piastri (Australien), der bereits drei Grand-Prix-Siege in diesem Jahr verbuchen konnte.

Hamilton hinter seinen Ansprüchen

Lewis Hamilton hat derweil ganz andere Probleme. Seit nicht einmal zwei Monaten sitzt Norris' Landsmann nun im Ferrari, doch es häufen sich die Momente, in denen der Rekordweltmeister keine Lust mehr hat.
Auf Optimismus, auf Beschönigung, auf ein lockeres "Das wird schon noch". Was er benötige, um sein rotes Auto endlich besser zu verstehen, wurde Hamilton zuletzt gefragt. "Eine Gehirntransplantation", antwortete der 40-Jährige.
Im März hatte man noch auf Großes gehofft, Hamilton gewann überraschend den Sprint von Shanghai, doch das blieb ein Ausreißer. Der Engländer beendete jeden Grand Prix hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc, er kam nie auch nur in die Nähe des Podiums, bestes Ergebnis war ein fünfter Platz in Bahrain. Die Verbindung des erfolgreichsten Fahrers mit dem berühmtesten Rennstall produziert bislang bloß Mittelmäßiges.
Alarmierend ist vor allem, dass Hamilton selbst die Lage als relativ aussichtslos beschreibt. "Im Moment gibt es keine Lösung", sagte er nach Platz sieben zuletzt in Saudi-Arabien, "also wird es so für den Rest des Jahres laufen, es wird schmerzhaft." Er habe "keine Antworten" auf diese Krise.

Brite"weiß es nicht"

Am Donnerstag in Miami relativierte er seine Aussagen, zumindest teilweise. "Bei Mercedes waren die ersten sechs Monate auch hart", sagte er und zog den Vergleich zur ersten Saisonhälfte 2013 - dem schweren Einstieg folgten sechs Fahrertitel für Hamilton.
Doch der Lewis Hamilton von 2025 macht sich keine Illusionen. Wann Ferrari die Kurve kriegt? "Ich weiß es nicht!"
Manch einer zweifelt schon, dass der Rekordweltmeister dies als Pilot der Roten noch erleben wird ...
(SID)
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Quelle: Perform


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