Sebastian Vettel hat ein positives-Monaco-Wochenende hinter sich: Achter im Qualifying, Fünfter im Rennen, die ersten WM-Punkte seit dem Wechsel zu Aston Martin. Dazu Fahrer des Tages beim offiziellen Formel-1-Voting während der internationalen Liveübertragung.
Dabei hätte Monaco 2021 für den viermaligen Weltmeister auch ganz anders laufen können. In Q1 am Samstag war er genau 18 Tausendstelsekunden davon entfernt, als 16. auszuscheiden. Wäre das Glück da nicht auf seiner Seite gewesen, würde die Analyse aus Vettel-Sicht heute ganz anders ausfallen. Schließlich ist Überholen in Monaco, das weiß man, so gut wie unmöglich.
"Wenn man auf dieses Wochenende schaut, dann sind es letztendlich wahrscheinlich nur fünf Minuten, auf die es wirklich ankommt", erklärt Vettel. "Es geht um die Qualifyingrunden und dann um die entscheidenden Runden im Rennen, in denen alles für dich laufen muss, wenn du dich in einem so hart umkämpften Mittelfeld durchsetzen möchtest."
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Vettel lag im Rennen dank des Fehlens von Charles Leclerc an siebter Stelle hinter Pierre Gasly und Lewis Hamilton, als die Boxenstopps anstanden. Aston Martin schickte ihn aber auf eine "Overcut"-Strategie, und weil Vettel zwei schnelle Runden fuhr, als es drauf ankam, konnte er damit sowohl Gasly als auch Hamilton überholen.

Vettel profitiert von Bottas-Ausfall

Eine weitere Position gewann er dank des Ausfalls von Valtteri Bottas; dafür fiel er hinter Sergio Perez zurück, dessen "Overcut" noch konsequenter und dessen Auto noch schneller war als bei Vettel. Platz fünf könnte letztendlich ein psychologisch wichtiges Ergebnis gewesen sein: "Ich glaube, da ist der Knoten jetzt geplatzt. Ich hoffe es zumindest", meint Formel-1-Experte Marc Surer.
Vettel selbst wirkt so gelöst wie seit Wochen nicht. Er sagt: "Ich hatte auf dieser Strecke immer ganz gute Ergebnisse. Ich wusste daher schon vor dem Wochenende, dass ich hier einen Unterschied machen kann. Aber ich freue mich fürs Team. Nach so einer starken Saison letztes Jahr und dem enttäuschenden Start dieses Jahr ist das genau, was wir gebraucht haben und was die Jungs verdienen."

Vettel hofft auf Moral-Schub durch positives Ergebnis

"Und es ist auch ein gutes Signal für all die Mitarbeiter zu Hause in der Fabrik", sagt Vettel. "Dort passiert gerade eine ganze Menge. Hoffentlich trägt dieses Ergebnis dazu bei, dass wir die Moral hochhalten können, und vielleicht finden wir jetzt ein bisschen Schwung für die nächsten paar Rennen."
"Es geht im Mittelfeld enorm eng zu, und wenn wir da und dort ein, zwei Zehntel finden können, egal in welchem Bereich, dann kann das einen riesigen Unterschied machen. Denn das kann dich in Q3 bringen, und es kann genug sein, um diese eine Runde länger draußen zu bleiben, oder um dir einen erfolgreichen 'Undercut' zu ermöglichen", meint der 33-Jährige.
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