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Formel 1 in Österreich: Lewis Hamilton holt Pole Position, Nico Hülkenberg rückt auf Platz zwei
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Publiziert 02/07/2016 um 10:37 GMT+2 Uhr
Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat beim Qualifying zum Großen Preis von Österreich in Spielberg die Pole Position geholt. Nico Hülkenberg (Force India) wurde Dritter, rückt aber einen Platz auf, weil der Zweitplatzierte Nico Rosberg eine Strafe von fünf Startplätzen erhält. Ferraris Sebastian Vettel ereilt dasselbe Schicksal, weshalb Jenson Button (5./McLaren) als Dritter starten wird.
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Nur Lewis Hamilton hat sich im Qualifying-Poker von Spielberg bei abtrocknender Strecke eine bessere Ausgangsposition für den Großen Preis von Österreich gesichert als Nico Hülkenberg. Der Emmericher startet am Sonntag (ab 14 Uhr im Liveticker) neben dem Weltmeister sensationell zum zweiten Mal in seiner Karriere als Zweiter aus der ersten Startreihe.
"Es war ein großartiger Tag. Ich habe mich wie bei meiner Pole 2010 in Brasilien gefühlt", sagte Hülkenberg:
Allerdings hatte der 28-Jährige erst am Abend endgültige Gewissheit: Eine Ermittlung der Rennkommissare wegen zu schnellen Fahrens unter Gelben Flaggen blieb für ihn ohne Konsequenzen.
Strafe für Rosberg und Vettel
Zwar musste sich der Force-India-Pilot im Qualifying zum neunten WM-Lauf auch Mercedes-Pilot Nico Rosberg geschlagen geben, doch der WM-Spitzenreiter wird wegen eines Getriebewechsels nach seinem Unfall im Abschlusstraining auf Startplatz sieben zurückversetzt. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel startet wegen der gleichen Strafe an seinem 29. Geburtstag von Platz neun anstatt von Rang vier ins Rennen.
"Die fünf Plätze Strafe tun weh, das wird die Sache schwierig machen. Aber ich gehe das sportlich an", sagte Rosberg, der im WM-Kampf einen Rückschlag gegen Verfolger Hamilton zu erleiden droht. Auch Vettel war nicht zufrieden. "Es wäre mehr drin gewesen, wenn die Bedingungen konstant gewesen wären", erklärte der viermalige Weltmeister am Sky-Mikrofon:
Großer Gewinner Hamilton
Der große Gewinner neben Hülkenberg, der zuletzt gegen seinen Teamkollegen Sergio Perez einen schweren Stand hatte, war Hamilton. Nach seinem schwarzen Wochenende von Baku war der 31-Jährige sowohl im Trockenen (Streckenrekord in 1:06,228 Minuten) als auch im dritten Abschnitt (Q3) bei zuerst nasser und dann stetig abtrocknender Strecke in 1:07,922 Minuten der Schnellste.
Hamilton hat von seiner 54. Pole Position aus im WM-Duell mit dem um 24 Punkte enteilten Rosberg exzellente Karten für seinen ersten Sieg in Österreich. Rosberg gewann in Spielberg 2014 und 2015.
"Es war ein Kampf Spitz auf Knopf. Am Ende war es nicht nur eine Frage des Tempos, sondern auch des Timings", sagte Hamilton, der "sehr glücklich" über seine Pole war.
Positive Schlagzeilen schrieb auch Pascal Wehrlein. Der Rookie aus Worndorf qualifizierte sich erstmals für den zweiten Qualifying-Abschnitt und startet mit dem unterlegenen Manor vom starken 12. Platz. "Ich kann super happy sein, wir haben das Maximale rausgeholt und einige hinter uns gelassen, die eigentlich schneller sein sollten als wir", sagte der 21-Jährige.
Reizthema Randsteine
Für eine Schrecksekunde im Q1 sorgte Daniil Kwjat mit einem spektakulären Abflug. Am Toro Rosso des Russen brach aufgrund großer Vibrationen auf den Randsteinen die Aufhängung. Das Training wurde für eine Viertelstunde unterbrochen.
Auch Force-India-Pilot Sergio Perez (Mexiko) beklagte einen Schaden an seiner Hinterradaufhängung. Der zweite Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz jr. (Spanien) vermeldete einen Motorschaden.
Im Abschlusstraining war bereits Rosberg wegen des gleichen Problems wie Kwjat abgeflogen. Die notwendigen Reparaturen implizierten auch einen Austausch des Getriebes, was zur Strafe führte. "Lewis' Mechaniker haben mitgeholfen, mein Auto fertig zu kriegen. Das war tolle Teamarbeit", lobte Rosberg, der seinem Wrack unverletzt entsteigen konnte.
Hamilton übte vor dem Rennen herbe Kritik und setzte den Dachverband FIA unter Druck: "Diese gelben Randsteine sind sehr gefährlich. Ich weiß nicht, wie viele Unfälle es noch braucht, bis ein Auto böse in der Wand landet. Da brauchen wir eine andere Lösung", sagte der Brite.
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