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So sieht der Corona-Notfallplan für den Start in Spielberg aus

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Noch ruht der Red-Bull-Ring in Spielberg, im Juli könnten hier aber trotz Coronakrise tatsächlich Formel-1-Motoren dröhnen. Die Tribünen werden aber leer bleiben

Fotocredit: Getty Images

VonMotorsport-Total.com
19/05/2020 Am 08:17 | Update 19/05/2020 Am 08:55

Am 5. Juli soll die Formel 1 in Spielberg in die Saison 2020 starten. In der vergangenen Woche legte Red Bull dem österreichischen Gesundheitsministerium zu diesem Zweck ein Sicherheitskonzept vor. In diesem ist unter anderem auch festgelegt, was passiert, falls es im Paddock im Laufe des Wochenendes - wie in Australien - einen positiven Coronafall geben sollte.

Im Gespräch mit dem "ORF" erklärte Helmut Marko: "Es gibt mehrere Zentren, die sogenannten Isolationsstationen. Sobald sich ein Verdacht ergeben sollte, wird [die betroffene Person] sofort dorthin [gebracht] und wird vom Rest der Mannschaft sofort isoliert. Und das ganze andere Team wird sofort wieder massiv untersucht." Marko geht allerdings davon aus, dass es gar nicht dazu kommen wird.

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"Ich glaube, in der Gegend [um die Strecke] braucht sich generell niemand zu fürchten. Alle, die hier einreisen, werden getestet", stellte er klar und ergänzte: "Jedes Team hat eine Reduzierung des Personals um ungefähr 50 Prozent vorgenommen. Das sind also im Schnitt 80 Personen. Und diese 80 Personen werden schon vorgetestet." Die Gefahr eines großen Ausbruchs sei daher sehr gering.

"Durchlaufende Testung" für alle Personen

"Es ist alles menschenmögliche getan, dass hier keine weitere Infektion stattfinden kann", versicherte Marko und erklärt, dass es eine "durchlaufende Testung" aller Personen im Fahrerlager geben werde. "Da ist auch dieser Unsicherheitsfaktor über die längere Inkubationszeit nicht gegeben", so Marko. Zuvor hatte es Kritik aus der regionalen Bevölkerung gegeben.

Marko versicherte jedoch maximale Sicherheit für Anwohner und Co. "Zudem ist auch vereinbart, dass jedes Team in einem separierten Hotel wohnt", erinnerte er. So werde verhindert, dass sich die Teams gegenseitig anstecken, falls es doch zu einem positiven Fall kommen sollte. Und ohnehin dürften nur negativ getestete Personen überhaupt nach Österreich einreisen.

Die Einreise werde kein Problem, "weil ja jeder [...] kontinuierlich getestet wird", erinnerte Marko, der auch erklärt, wer diese aufwendigen Testreihen bezahlt. "Alles, was die Formel 1 betrifft, auch der Begleittross, wird von der FOM übernommen. Alles wie Streckenposten, Hospitality und dergleichen wird vom Projekt Spielberg gemacht", so der Österreicher.

Deshalb gibt es zwei Rennen an zwei Wochenenden

Bereits zuvor hatte FIA-Chefarzt Gerard Saillant gegenüber "L'Equipe" erklärt, dass es kein zweites Melbourne geben werde. Das Rennen werde auf jeden Fall stattfinden - selbst bei einem positiven Fall. "Ich denke, der Grand Prix würde nicht abgesagt werden. Das wäre so, als würde man die U-Bahn sperren, weil ein Passagier positiv getestet wurde", so Saillant.

Ebenfalls interessant: Das von Red Bull vorgelegte Sicherheitskonzept bezieht sich auf gleich zwei Rennen. "Es gilt für 5. und 12. [Juli]", bestätigte Marko, der in diesem Zusammenhang auch erklärt, warum die Rennen an zwei unterschiedlichen Wochenenden stattfinden sollen. Der "ursprüngliche Gedanke" seien nämlich zwei Rennen an einem Wochenende gewesen.

"Aber das Fernsehen bestimmt hier die Regeln", erklärte Marko. Und die Mehrheit der TV-Sender habe darauf bestanden, dass die Rennen an einem Sonntag stattfinden. Als erstes Saisonrennen wird Spielberg unter besonderer Beobachtung stehen. Die Formel 1 und die anderen Promoter werden sich ganz genau anschauen, wie gut die Coronaregelungen funktionieren.

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