Eurosport
Lance Stroll - Aston-Martin-Pilot live im TV beleidigt: Belgischer Kommentator sorgt während Spielberg-Rennen für Eklat
Von
Publiziert 15/07/2022 um 17:07 GMT+2 Uhr
Die Formel 1 hat ihren nächsten Skandal rund um unangemessenes Verhalten. Betroffen ist diesmal ein Kommentator im belgischen Fernsehen, der während des Grand Prix von Österreich den Aston-Martin-Piloten Lance Stroll verbal beleidigt hat. Stroll sei "ein Autist", sagte Lionel Froissart, ein französischsprachiger Kommentator des Senders "RTBF", während der Liveübertragung aus Spielberg am Sonntag.
Lance Stroll in Spielberg
Fotocredit: Getty Images
Zwar fuhr ihm sein Kollege Gaëtan Vigneron gleich zweimal ins Wort und wies ihn zurecht, dass eine solche Formulierung zu hart sei und zu weit gehe. Doch Froissart meinte davon unbeeindruckt: "Ganz ehrlich, ist doch wahr!"
Ein Vorfall, der jetzt Konsequenzen hat. "RTBF" hat die gegenüber Stroll verwendete Formulierung in einer offiziellen Stellungnahme aufs Schärfste verurteilt: "Autismus mit der Art und Weise in Verbindung zu bringen, wie ein Fahrer kommuniziert, war unangemessen und stimmt nicht mit unseren Werten überein."
Der Sender kündigte eine interne Untersuchung an, in der alle Beteiligten angehört werden sollen und Gelegenheit haben werden, ihren Standpunkt darzulegen. "Das Ziel ist", hieß es, "im Detail zu verstehen, wie es zu diesem Zwischenfall kommen konnte."
Die Zusammenarbeit mit Froissart hat der Sender "bis auf Weiteres" auf Eis gelegt, bis ein Untersuchungsergebnis vorliegt. Aston Martin erklärte gegenüber "Motorsport-Total.com": "Wir sind froh darüber, dass sich RTBF vollumfänglich entschuldigt hat." Und man nehme zur Kenntnis, dass der Kommentator suspendiert wurde.
Skandale überschatten die Formel 1
Es ist der nächste Zwischenfall in einer ganzen Reihe von kritisierten Äußerungen, die die Formel 1 seit einigen Wochen überschatten.
Das ging los mit Nelson Piquet sen., der Lewis Hamilton in einem rassistisch formulierten Interview wörtlich als "Neguinho" bezeichnet hat, und ging weiter mit Putin-freundlichen Äußerungen des ehemaligen Formel-1-CEOs Bernie Ecclestone.
Zuletzt wurden am Rande des Grand Prix von Österreich auf Twitter von zahlreichen Fans frauenfeindliche und homophobe Übergriffe gemeldet, von denen sich viele insbesondere gegen Anhänger von Lewis Hamilton richteten.
Das könnte Dich auch interessieren: "Gibt keine Rechtfertigung": F1-Stars verurteilen diese Entwicklung
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung