"Man kann darüber so viel nachdenken, wie man will", sagt der Niederländer vor dem Großen Preis von Russland (Sonntag, 14.00 Uhr/Sky), "aber wichtig ist es, nach vorne zu schauen und Druck zu machen."
Keine zwei Wochen liegt allerdings der Moment zurück, den die Formel 1 nicht so schnell vergessen wird. Königlicher Park von Monza, Sonntagnachmittag, Verstappen und Hamilton nebeneinander in der Schikane - und dann kracht es, der Red Bull hebt ab, schiebt sich über den Mercedes, kratzt bereits an Hamiltons Helm. Und nur der Cockpitschutz Halo verhindert in diesem Moment wohl eine Tragödie.
Immerhin: Der siebenmalige Weltmeister ist nach eigenen Angaben mittlerweile beschwerdefrei, auch will er "keine Energie" mehr an den Unfall verschwenden: "Es ist wichtig, dass wir hart, aber fair gegeneinander fahren. Dass wir Profis sind und aus der Vergangenheit lernen."
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Monza war die Eskalation des Titelkampfs, aber irgendwie auch nur die logische Folge der vergangenen Monate. Beide Piloten blieben in diesem Fall ohne Punkte, zuvor hatten Unfälle ausgelöst von Hamilton in Silverstone und dessen Teamkollegen Valtteri Bottas in Budapest bereits Verstappen um wertvolle Zähler gebracht.

Deshalb wird es für Verstappen schwer, in Sotschi zu siegen

Der Jungstar könnte die Titelserie von Mercedes im achten Jahr durchbrechen, eigentlich hat er alles, was er dafür braucht - doch es läuft nicht immer nach Wunsch. In Sotschi gilt nun wie so oft in diesem Jahr: Eigentlich müsste Verstappen dort gute Chancen haben, der Red Bull ist schließlich das beste Auto im Feld. Doch auch am Schwarzen Meer gibt es eine ziemlich lange "Aber"-Liste.
So wird der WM-Spitzenreiter keinesfalls von der Pole Position ins Rennen gehen. Der Crash in Monza hat ihm eine Rückversetzung um drei Startplätze eingebracht, die Stewards sahen die Schuld bei Verstappen. Der Bestrafte sagte:
Ich glaube noch immer, dass es ein normaler Rennunfall war, aber wir müssen jetzt damit leben."
Dazu kommt, dass es kaum eine Strecke im Kalender gibt, auf der Mercedes sich in den vergangenen Jahren so wohl fühlte. Seit dem Start der neuen Motoren-Ära 2014 haben die Silberpfeile dort jedes Rennen gewonnen.

Hamilton erwartet "enges Wochenende" in Sotschi

"Das ist schon verrückt", sagte Hamilton, der in Sotschi seinen 100. Grand-Prix-Sieg feiern kann, zu dieser Mercedes-Erfolgsbilanz: "Aber es ist ein anderes Jahr. Ich bin überzeugt, dass es ein schwieriges, enges Wochenende werden wird."
Und selbst wenn Red Bull mit seinem Material grundsätzlich in der Lage ist, auch diese Mercedes-Festung einzunehmen - dann müssen die Serienweltmeister erstmal geschlagen werden. Immer wieder haben Hamilton und Co. dank eines fehlerfreien Vortrags und starker Strategie in diesem Jahr vermeintliche Nachteile ausgeglichen. Die Erfahrung aus sieben Jahren an der Spitze machte es möglich.
Und so könnte auch Sotschi für Verstappen eines dieser Wochenenden werden, auf die ein Blick zurück eher nicht lohnt.
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(SID)

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