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Brasilien GP: Kevin Magnussen holt sensationell Pole Position - Mick Schumacher in Sao Paulo Letzter
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Publiziert 11/11/2022 um 21:12 GMT+1 Uhr
Kevin Magnussen hat sich beim Grand Prix von Brasilien sensationell die Pole Position gesichert. Der Däne profitierte dabei vom Regen, der kurz vor Ende des Qualifyings einsetzte. Magnussen setzte sich vor Doppelweltmeister Max Verstappen (+0,203 Sekunden) und George Russell (+0,385) durch. Damit geht er beim Sprint am Samstag von der ersten Position ins Rennen (ab 20:30 Uhr).
Kevin Magnussen (Haas) holt die Pole in Brasilien
Fotocredit: Imago
Die wildesten Szenen spielten sich in der Haas-Garage ab. Wände wackelten, der Fahrer sprang jubelnd auf seinen Boliden, um ihn herum grölten die Mechaniker, feierten ihren Helden ekstatisch - doch dieser Held hieß nicht Mick Schumacher.
Im Gegenteil. Der Deutsche mit der unsicheren Zukunft wurde am Freitag Letzter im turbulenten Qualifying von Brasilien, während sein Teamkollege Kevin Magnussen sensationell die Pole Position holte.
Es ist die wohl merkwürdigste Pointe dieser Saison für Schumacher, der bei Haas weiterhin keinen Vertrag für 2023 bekommen hat. Magnussen hat diesen schon lange sicher, und am Freitag ließ er sein gebeuteltes Team geradezu fliegen. "Ich habe mich nie in meinem Leben so gefühlt", funkte er noch aus dem Auto an sein Team.
Es ist nur die Pole Position für den Sprint am Samstag (ab 20:30 Uhr im Liveticker auf Eurosport.de), erst das Ergebnis dieses Kurzrennens ergibt dann die Startaufstellung für den Grand Prix am Sonntag (ab 19:00 Uhr im Liveticker auf Eurosport.de) - doch es ist eine Pole.
Magnussen lobt Haas-Strategie
"Das Team hat mich exakt im richtigen Moment auf die Strecke gebracht", sagte Magnussen, "ich war der Erste draußen, bin eine vernünftige Runde gefahren, und jetzt stehe ich auf der Pole." Das Wetter und ein entscheidender Unfall hatten Schicksal gespielt.
Weltmeister Max Verstappen im Red Bull landete auf Rang zwei vor Mercedes-Pilot George Russell. Der Engländer profitierte damit von seinem eigenen Missgeschick: Zu Beginn des dritten Qualifying-Abschnitts war die Strecke noch recht trocken, einige Fahrer drehten auf Slicks vorsichtig ihre schnellen Runden - und Magnussen war dabei der Schnellste.
Russell allerdings rutschte gleich nach seinem guten Versuch ins Kiesbett, die Session musste für wenige Minuten unterbrochen werden. In dieser Phase setzte stärkerer Regen ein - und augenblicklich war klar, was das bedeuten würde. "Feiert noch nicht, feiert bitte noch nicht", funkte Magnussen an sein Team. Doch die besten Zeiten waren danach auf nasser Strecke nicht mehr zu erreichen.
Schumacher bleibt auf der Strecke
Schumacher war schon im turbulenten ersten Abschnitt auf der Strecke geblieben. Sebastian Vettel ereilte ein ähnliches Schicksal im zweiten Durchgang, der Ex-Weltmeister im Aston Martin holte nur Platz 13.
Auf nasser Strecke gehörte Schumacher mit Intermediates zwar noch zu den Schnelleren, als der Asphalt abtrocknete, brachte er auf Slicks aber keine ausreichend starke Runde mehr zustande und wurde durchgereicht. "Ich musste auf meiner Outlap ins Nasse fahren, um zwei Autos vorbeizulassen", sagte er bei Sky noch bevor Magnussen sein Kunststück gelang: "Das hat der Temperatur in den Reifen nicht gut getan. Es ist sehr schade, heute war unser Auto stark, da hätte man was reißen können."
Das gelang dann ja seinem Teamkollegen. Ausgerechnet. Der letzte Platz jedenfalls ist der nächste Rückschlag, Haas will sich wohl nächste Woche zur Zukunft äußern. Schumachers Konkurrent um das Cockpit für 2023 ist Routinier Nico Hülkenberg.
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