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GP São Paulo: Fernando Alonso bei Verstappen-Sieg auf dem Podest - Drama um Charles Leclerc in Interlagos
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Publiziert 05/11/2023 um 20:07 GMT+1 Uhr
Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat seine famose Saison auch in São Paulo fortgesetzt und seinen 17. Saisonsieg gefeiert. Der Niederländer, der bereits als Weltmeister feststeht, triumphierte in Interlagos vor Lando Norris (McLaren) und Fernando Alonso (Aston Martin). Nico Hülkenberg verpasste im Haas als Zwölfter die Punkteränge. Einen Sonntag zum Vergessen erlebte Ferrari-Pilot Charles Leclerc.
Fernando Alonso bejubelt ausgelassen seinen dritten Platz beim Großen Preis von São Paulo
Fotocredit: Getty Images
Für Charles Leclerc war das Rennen in Interlagos bereits vor dem eigentlichen Start beendet. In der Einführungsrunde versagte beim Ferrari-Piloten offenbar aufgrund eines Hydraulikproblems die Lenkung, weshalb er die Kontrolle über seinen Boliden verlor und in die Streckenbegrenzung krachte. "Was zur Hölle, ich habe die Hydraulik verloren!", schimpfte der 26-Jährige nach dem Einschlag.
Einen deutlich schöneren Sonntag erlebte Fernando Alonso: Der Spanier, der bereits im Qualifying am Freitag überraschend Vierter geworden war, sicherte sich nach einem rundenlangen Duell mit Red-Bull-Pilot Sergio Pérez ganz knapp vor dem Mexikaner Rang drei.
Nachdem Alonso den aktuellen WM-Zweiten in der Schlussphase lange Zeit hinter sich halten konnte, ging Pérez zwei Runden vor Schluss zunächst doch am 42-Jährigen vorbei. In der Folge gelang es Alonso am eigentlich stärkeren Red Bull dranzubleiben. In der letzten Runde gelang dem Spanier in Kurve vier der Konter, der ihm nach zuletzt enttäuschenden Rennen seinen achten Podestplatz in dieser Saison bescherte. Lance Stroll rundete als Fünfter den starken Sonntag für Aston Martin ab.
Zur Selbstverständlichkeit werden Erfolgserlebnisse dagegen für Max Verstappen. Dementsprechend verhalten fiel auch sein Jubel nach seinen nächsten Rennsieg aus."Danke Jungs, das war super", sagte Weltmeister Max Verstappen nach seinem Sieg in Brasilien, dem 17. im 20. Saisonrennen der Formel-1-WM 2023. Hinter ihm belegte sein gleichermaßen hartnäckiger wie chancenloser Verfolger Lando Norris im McLaren Platz zwei.
GP São Paulo: Startunfall sorgt für Safety Car
"Beide Starts waren sehr gut, danach ging es im ganzen Rennen um das Management der Reifen", sagte Verstappen: "Es war ein sehr gutes Rennen." Langweilig sei ihm aber nicht gewesen: "Man muss immer konzentriert sein, darf sich keine Nachlässigkeit erlauben."
Lando Norris fand beide Starts "schwierig, aber trotzdem hätte es nicht besser laufen können". Verstappen habe einfach "auf alles eine Antwort, was irgendwie sehr schade ist".
Beim ersten Start kam das Feld nur bis zur ersten Kurve, dann rückte auch schon das Safety Car aus. Eine Kollision zwischen Alexander Albon im Williams und Kevin Magnussen im Haas, an der auch dessen Teamkollege Nico Hülkenberg beteiligt war, erzwang die Rote Flagge.
Erst eine halbe Stunde später erfolgte der Neustart, der wenig Neues zu bieten hatte: Sowohl beim ersten als auch beim zweiten Versuch haute Verstappen dem Feld an der Spitze ab.
GP São Paulo: Frust auch bei Carlos Sainz
Frust herrschte dagegen bei Ferrari, denn auch Leclercs Teamkollege Carlos Sainz war nicht so recht mit seinem Dienstwagen zufrieden. "Können wir diese Kupplung wegschmeißen, wenn wir wieder zu Hause sind", fragte er im Boxenfunk.
Der Rennverlauf ist wie so oft in dieser Saison schnell erzählt. Verstappen fuhr vorneweg, verfolgt von dem verbissen kämpfenden Lando Norris im McLaren. Sobald Norris ihm zu nahe kam, schob Verstappen einfach eine neue schnellste Runde ein - seine Dominanz erdrückt die Konkurrenz und ein bisschen auch die Faszination der Formel 1.
Nichts zu holen gab es für Nico Hülkenberg. Der Emmericher landete nach einem für ihn schwierigen Rennen auf Platz zwölf, auch in seinem 201. Grand Prix blieb das Podium für ihn in weiter Ferne.
Formel 1: Neue Ideen für Sprintformat
Während Verstappen die Formel 1 beherrscht, wie es vor ihm allerdings nur annähernd Michael Schumacher und Lewis Hamilton taten, machten sich Teams und Fahrer in Sao Paulo Gedanken über die Zukunft des Sprintformats. Die Kritik bündelt sich vor allem darin, dass bereits am Freitag das Qualifying für den Grand Prix stattfindet und es an den Sprintwochenenden nur eine 60-minütige Trainingssession gibt.
Die Vorschläge zur Erneuerung sind grundsätzlich gar nicht so neu. Im Mittelpunkt stehen ein Start des Sprintrennen mit Reverse Grid, also umgekehrter Reihenfolge der Quali-Ergebnisse - was durchaus Gefahrenpotenzial birgt angesichts des Leistungsdifferenz der Autos. Eine andere Möglichkeit wäre ein Einzelzeitfahren, eine valide Idee für die Durchführung eines solchen liegt aber bislang noch nicht auf dem Tisch.
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(mit SID)
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Quelle: Perform
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