"Und ich denke, ich habe das ganz gut hinbekommen", betonte der Haas-Chef. Er möchte Ralf Schumacher für dessen Aussagen nicht kritisieren. Aber er hält fest: "Ich mache es einfach auf meine eigene Art und Weise, wie ich die Dinge angehe. Und ich habe in den Medien nicht schlecht über Mick gesprochen." Er habe lediglich gesagt, dass die Unfälle nun "zu viel" werden. "Ich habe gesagt, dass es in letzter Zeit ziemlich viele Unfälle gab, die nicht nötig sind, die für niemanden gut sind. Und das war's."
Am vergangenen Wochenende hatte Mick Schumacher den VF-21 im Abschlusstraining am Samstagvormittag nicht zum ersten Mal in die Mauer gesetzt. Er konnte daraufhin nicht am Qualifying teilnehmen - und verärgerte Teamchef Günther Steiner. Dieser beklagte, dass seine Rookies, aber vor allem der Deutsche, mittlerweile "zu häufig und zu heftig" Unfälle bauen. Er sei zwar nicht angezählt, stellte Steiner im "Sky"-Interview am Samstag klar. Er fügte aber hinzu: "Wir müssen nur aufpassen, dass das nicht so weitergeht. Irgendwann muss man einen Schlussstrich ziehen und muss sich bewusst sein, dass das eigentlich nichts bringt."
Das war "keine Kritik" an Mick persönlich, betonte der Südtiroler außerdem. "Anzählen, das würde ich auch nicht öffentlich machen, das macht man nicht. Das spricht man intern aus. Schmutzige Wäsche wäscht man intern", weiß er aus Erfahrung.
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Ralf Schumacher: Setzen, sechs!

Ralf Schumacher hatte daraufhin bei "Sky" Kritik an der Teamführung und der Kommunikationsstrategie des Teamchefs geäußert. "Also ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin echt überrascht, was Günther Steiner da macht. Human Ressource Management: setzen, sechs!" Denn aus Sicht des Ex-Rennfahrers gehe man so nicht mit einem jungen Fahrer in der Öffentlichkeit um. "Er sagt selbst, dass er mit Mick noch gar nicht gesprochen hat, geht an die Medien, kritisiert seinen Fahrer, der sich eh schon entschuldigt hat. Mehr kann man nicht machen."
Schumacher hatte sich daher "sehr enttäuscht" über dieses Verhalten gezeigt und angemerkt: "Wenn man es so sieht, da können wir auch gleich mal öffentlich werden: Seit drei Jahren fährt [Steiner] hinterher. Was macht er denn als Teamchef? Da redet man auch nicht öffentlich drüber." Nachsatz: "Nochmal: Das gehört einfach nicht hierhin. Da hat Günther Steiner einen absoluten Fehler gemacht, es tut mir leid."
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