Die Zeit zeigt: Im Qualifying 2020 lag Max Verstappen damals 0,567 Sekunden hinter den Mercedes. In diesem Jahr lagen beide Red Bull innerhalb von einer Zehntelsekunde hinter Lewis Hamilton.
Wolff ist überzeugt: Hätte Max Verstappen in Kurve 3 keinen Fehler gehabt, dann wäre der Red Bull wohl um zwei Zehntelsekunden vorne gewesen.
Verantwortlich macht er dafür wieder die Regeländerungen, die zu "einem klaren Nachteil" für die Autos mit einem niedrigen Anstellwinkel geführt hätten. "Wir halten uns da noch mit den Fingerspitzen an die Performance an, aber wir haben natürlich dramatisch mehr verloren in Imola und Bahrain gegenüber dem Vorjahr - wesentlich mehr als alle anderen Autos mit einem Anstellwinkel."
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Doch wenn bei Mercedes alle Stricke reißen, gibt es immer noch Lewis Hamilton, der die Kohlen aus dem Feuer holt. "Lewis ist wirklich outstanding", lobte Wolff.

Wolff lobt Hamilton: "Er macht den Unterschied"

"Ich glaube, das Material, das wir im Moment haben, ist nicht auf der Höhe des Red Bulls. Dann macht er den Unterschied, keine Fehler", sagte er. "Mit dem doch ein wenig unterlegenen Auto das so auf den Punkt zu bringen, zeichnet ihn schon aus."
Valtteri Bottas konnte nicht an die Leistung anknüpfen und wurde lediglich Achter - eine halbe Sekunde hinter der Spitze.
Das sorgt dafür, dass Mercedes am Sonntag wahrscheinlich nur ein Eisen im Feuer hat, wenn es um den Sieg geht. Hamilton muss sich gegen die beiden Red Bull hinter ihm wehren, die zudem noch auf unterschiedlichen Reifenstrategien sind: Sergio Pérez (P2) startet auf Soft-Reifen, Max Verstappen (P3) wie Hamilton auf Mediums.
Wolff sieht Red Bull daher im Rennen im Vorteil - vor allem am Start. Er rechnet damit, dass Perez auf den weicheren Reifen deutlich besser wegkommen wird. Damit könnte er Hamilton auf dem Weg in Kurve 1 möglicherweise überflügeln.

Hat Red Bull am Sonntag einen taktischen Vorteil?

"Die Frage ist, wie lange der Reifen dann hält und ob er im Verkehr wieder rauskommt", sagte Wolff. "Pérez behandelt den Reifen auch gut, aber der wird früh wechseln müssen. Die Strategie ist nicht viel schlechter, als mit den Mediums zu starten."
Und vor allem gibt sie Red Bull einige taktische Möglichkeiten. "Es ist immer schlecht mit einem Auto zwischen zwei Konkurrenten zu stehen - gerade wenn sie auf unterschiedlichen Strategien sind", so der Motorsportchef. "Das macht es für morgen schwieriger."

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