Dabei war die Pole für Bottas auch aus eigener Kraft greifbar nahe.
Nur fünf Tausendstel trennten ihn von Hamiltons Bestzeit, als Bottas zwei Drittel seiner letzten fliegenden Q3-Runde absolviert hatte.
Im letzten Sektor verlor er dann aber das Momentum.
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Auf die Frage, ob der späte Zeitverlust womöglich Teil eines teaminternen Plans war, um sicherzustellen, dass Hamilton trotz Strafe so weit vorne wie möglich startet, betont Bottas: "Nein, ich wurde nicht angewiesen, langsamer zu fahren. Ich habe definitiv alles gegeben."

Warum Bottas auf seiner letzten Runde Zeit verlor

"Im letzten Sektor bekam ich Probleme auf der Vorderachse. Ich hatte leichtes Untersteuern in den Kurven 12 und 14. Dort verlor ich etwas Zeit. Womöglich hatte ich die Reifen früher in der Runde schon etwas zu sehr beansprucht", erklärt der Finne.
Generell seien die Bedingungen im Qualifying nicht ideal gewesen: "Vor allem Q1 war mit den feuchten Passagen ein bisschen grenzwertig. In Q3 war die erste Runde noch etwas feucht und auch die Kurven 3/4. Aber ich hatte einige gute Runden, in der letzten Runde fehlte mir wie gesagt etwas im letzten Sektor."
"Aber ansonsten war die Runde wirklich gut und ich habe sie genossen. Und als Teamergebnis war es natürlich so, wie wir es geplant hatten, sodass Lewis mit seiner Strafe den geringsten Schaden bekommt und ich auf der Pole stehe. Genauso sollte es sein."

Bottas: Sollte Verstappen hinter mir halten können

Mit Blick auf das Rennen und die Gefahr durch Red-Bull-Konkurrent Max Verstappen, der auf Startplatz zwei lauert, zeigt sich Bottas entspannt: "Ich denke, dass wir ein ziemlich gutes Rennauto haben. Solange ich keine Fehler mache, sollte ich hoffentlich in der Lage sein, ihn hinter mir zu halten", sagt der Polesetter.
"Natürlich wird die Strategie immer eine Rolle spielen, aber im Moment fühle ich mich sicher im Auto und denke, dass die Pace gut ist. Ich denke, dass hier fast jeder in den Top 10 auf dem Medium-Reifen unterwegs ist. Wenn wir also nur einen Stopp einlegen, werden wir wohl auf den harten Reifen wechseln."
Auch für den Fall, dass er wieder regnen sollte, sieht sich der Mercedes-Pilot gut gerüstet: "Wir konnten heute beide Bedingungen ausprobieren und auch den Wetterumschwung. Sowohl im Nassen als auch im Trockenen fühlt sich das Auto gut an, also ist das gut. Im Nassen gab es keine Überraschungen", sagt Bottas.

Wolff: Bottas nach Online-Kritik extra angriffslustig

"Das Vertrauen ist da und wir müssen morgen einfach nur unseren Job machen", bekräftigt der 32-Jährige und kündigt an: "Ich werde mich zuallererst auf mein eigenes Rennen konzentrieren." Mercedes-Teamchef Toto Wolff weiß, was das bedeutet: "Valtteri will mit Sicherheit das Rennen morgen gewinnen."
"Gerade auch, weil es ein paar Aussagen gegeben hat, die ein bisschen unter der Gürtellinie waren, in den sozialen Medien in den letzten zehn Tagen", berichtet Wolff und ist sich sicher, dass Bottas die Antwort auf der Strecke geben wird. "Schauen wir mal, ob ihn das zusätzlich ein bisschen angriffslustiger macht."
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