Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko regte sich am "Sky"-Mikrofon auf: "Jetzt haben wir den Sieg verloren, die schnellste Runde und die Pole-Position. Aller guten Dinge sind drei. Ich hoffe, jetzt ist auch mal Schluss", ärgerte er sich.
Verstappen war zwei Runden vor dem Rennende an die Box gefahren, um sich auf frischen weichen Reifen die schnellste Runde und den Bonuspunkt zu holen. Das hatte auch geklappt, bevor die Zeit wieder gestrichen wurde - sehr zur Verwunderung des Niederländers: "Es ist seltsam, weil sie Tracklimits in Kurve 14 nicht beobachtet haben. Wie auch immer", sagte er nach dem Rennen.
Mit dieser Behauptung liegt Verstappen aber falsch: Kurve 14 wurde in den Event Notes vor dem Rennen sehr wohl als einbezogene Kurve festgelegt. Der Helmut Marko findet das Thema Tracklimits auf jeden Fall "lästig", wie er sagte. "Da muss sich etwas ändern. Entweder macht man eine Begrenzung mit Kerbs oder man macht Gravel oder so. Wenn man rausfährt, dann gibt es automatisch eine Bestrafung", forderte er.
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Was ihn besonders ärgerte: Lando Norris hatte Sergio Pérez direkt nach der Safety-Car-Phase in Kurve 5 überholt, obwohl er zuvor in Kurve 4 neben der Strecke war. "Er ist mit allen vier Rädern drüber gewesen, und da hat es nichts gegeben", kritisierte er fehlende Konstanz. "Das ist kein Racing, wenn so mit den Regeln herumjongliert wird."

Max Verstappen und Lewis Hamilton in Portugal

Fotocredit: Getty Images

GP Portugal: Norris hält Pérez auf

Pérez wurde anschließend von Norris aufgehalten und verlor so den Anschluss zur Spitzengruppe. Den Mexikaner holte Red Bull erst sehr spät zum Reifenwechsel - vielleicht mit dem Gedanken, Lewis Hamilton noch etwas aufzuhalten?
"Wir wollten ihn so lange wie möglich draußen lassen, damit er dann mit den weichen Reifen auf die schnellste Runde geht, was anfangs gelungen ist", winkte der Österreicher ab. "Aber dann hat Mercedes das gleiche mit Bottas gemacht."
Der Finne holte sich die schnellste Runde, weil Verstappens Zeit nicht zählte. Und so hat Red Bull an diesem Wochenende einiges durch Tracklimits verloren. Trotzdem ist Marko mit der Leistung seines Teams recht zufrieden.
"Das hier ist eine Mercedes-Strecke. Wir sind dran", betonte er nach Platz zwei für Verstappen. "Es hat hier nicht gereicht für den Sieg, aber die Entwicklung stimmt." Denn: Man sei auf den Medium-Reifen schneller als Mercedes gewesen. "Aber da hat Max leider den Fehler in Kurve 14 gehabt. Da ist dann Bottas vorbeigekommen, und der hat uns aufgehalten."

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