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Neues Team in der Formel 1 mit Doppelspitze: Das verspricht sich Audi von Jonathan Wheatley und Matthia Binotto.
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Publiziert 02/08/2024 um 10:44 GMT+2 Uhr
Mattia Binotto und Jonathan Wheatley übernehmen im neuen Audi-Werksteam die Führungspositionen. Binotto als Technischer Leiter, Wheatley soll die sportpolitische Vertretung übernehmen und Teamchef werden. Erste Spannungen für das neue Formel-1-Team gibt es schon anderthalb Jahre, bevor es an den Start geht - und bevor die beiden neuen Köpfe ihren neuen Job aufgenommen haben.
Jonathan Wheatley (l.) und Mattia Binotto kennen sich schon lang.
Fotocredit: Imago
Gut eine Woche nach dem Rauswurf von Andreas Seidl und Oliver Hoffmann ist klar, wer das künftige Audi-Werksteam anführen soll: Neben dem früheren Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat die deutsche Marke den bisherigen Red-Bull-Sportchef Jonathan Wheatley verpflichtet.
Zur Aufteilung der beiden neuen Führungspositionen schreibt Audi in einer Mitteilung: "Mattia Binotto überblickt als Betriebsleiter und Technikleiter vorrangig die operative Geschäftsführung der Sauber Motorsport AG am Standort Hinwil sowie die technische Entwicklung der zukünftigen Rennfahrzeuge."
Dabei soll er die Schnittstelle zwischen den Entwicklungsteams in Hinwil und der Audi Formula Racing in Neuburg an der Donau sein, schreibt Audi.
Wheatley wird Teamchef und Sprecher der Geschäftsführung. "Sein Fokus liegt dabei auf der Leitung und Performance der Renneinsätze des zukünftigen Formel-1-Werksteams sowie der sportpolitischen Vertretung von Audi auf Ebene der Teamchefs in der Formel 1."
Erste politische Spannungen für Audi in der Formel 1
Politisch wurde es bereits vor dem Wechsel: Nicht Audi verkündete den Wheatley-Wechsel, sondern Red Bull. Das ist unüblich, ebenso wie die zeitlich nicht aufeinander abgestimmten Pressemitteilungen. Da liegt die Vermutung nah: Red Bull wollte Audi damit "eins auswischen".
Wheatley zählt als Sportchef zu den tragenden Säulen im Red-Bull-Team und gilt als das Mastermind hinter den Boxenstopp-Rekorden des Rennstalls.
Noch bis zum Ende der laufenden Saison 2024 bleibt er bei Red Bull, dann beginnt seine Sperrfrist. Bei Audi werde Wheatley "spätestens ab Juli 2025" anfangen.
Für Wheatley, den früheren Benetton-Chefingenieur, stellt der Wechsel zu Audi den nächsten Karriereschritt dar.
Binotto und Wheatley für den gemeinsamen Audi-Erfolg
Er sagt: "Die Chance, den werksseitigen Einstieg von Audi in die Formel 1 als Teamchef aktiv zu gestalten, ist eine einmalig spannende Perspektive,."
Er sei aber auch "sehr stolz darauf, in den letzten achtzehn Jahren ein Teil von Red Bull gewesen zu sein, und ich verlasse das Team mit vielen schönen Erinnerungen."
Binotto und Wheatley kennen sich seit vielen Jahren, nun sollen beide zusammen Audi in der Formel 1 groß machen. Der Chef beider ist Gernot Döllner, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Sauber Motorsport AG.
Audi schreibt: "Gemeinsam tragen [Binotto und Wheatley] die Verantwortung für den Erfolg des Rennteams. Die Aufgaben sind dabei klar verteilt und die Verantwortlichkeiten individuell geregelt."
Red Bull verliert neben Wheatley auch Newey
Für Audi ist vor allem die Verpflichtung Wheatleys eine "große Bereicherung" für Audi, sagt Döllner, der 57-Jährige verfüge über "weitreichende Erfahrung im Fahrerlager."
Aber Audis Gewinn ist Red Bulls Verlust: Das aktuelle Weltmeister-Team der Formel 1 muss mit Wheatley den zweiten hochrangigen Abgang nach Formel-1-Designlegende Adrian Newey verkraften.
Newey hat seinen Abschied von Red Bull bereits angekündigt. Offen ist lediglich, wo der Aerodynamiker seine Karriere fortsetzen wird.
An Angeboten aus dem Formel-1-Fahrerlager mangelt es bei ihm aber nicht.
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Quelle: Perform
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