Formel 1 - Mercedes: Toto Wolff sieht Rennstall nach Imola auf richtigem Weg um Performance-Probleme zu lösen

Mercedes hat auch in der laufenden Saison mit Performance-Problemen zu kämpfen. In bisher allen Rennen 2024 verpassten die Silberpfeile das Podest. Während Lewis Hamilton sich nach dem Großen Preis von Imola pessimistisch über die Entwicklung des Autos äußerte, erklärte Teamchef Toto Wolff, dass man sich auf dem richtigen Weg befinde. Es zeichne sich ab, dass man auf dem richtigen Weg sei.

Toto Wolff sieht Mercedes auf dem richtigen Weg

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Auf dem Papier war auch das Formel-1-Wochenende in Imola kein Durchbruch für Mercedes. Am Ende belegten Lewis Hamilton und George Russell die Positionen sechs und sieben, womit die Silberpfeile erneut nur vierte Kraft hinter Red Bull, McLaren und Ferrari waren.
Hamilton selbst erklärte: "George lag [im Qualifying] fünf Zehntel zurück und im Rennen wahrscheinlich drei oder vier Zehntel. Das ist im Moment nicht im Windkanal, was die Entwicklung angeht." Oder anders gesagt: Er geht nicht davon aus, dass Mercedes die Lücke nach vorne bald schließen wird.
"Das kann ich nicht sagen", antwortete er daher auf die Frage, wann man in der Position sein werde, auch wieder ganz vorne mitzumischen. Imola sei "kein großer Unterschied" zu den vorherigen Rennen gewesen, und man mache aktuell eher "kleine Schritte", so der Brite.
Genau das ist laut Toto Wolff aber auch der Plan. Der Österreicher führte aus: "Ich denke, was wir jetzt am Auto sehen, ist, dass diese schrittweisen Verbesserungen, die wir bringen, eher als ein Wunder-Update, das Auto in ein besseres Balance-Fenster bringen und das Auto einfach mehr Leistung hat."

Mercedes 2024 noch Podestplatz

"Wir sind auf einem guten Weg, das Auto zu verbessern. Das können wir sehen", zeigte sich der Teamchef sicher. Doch woher kommt dieser Optimismus? Schließlich wartet Mercedes auch nach dem siebten Saisonrennen noch immer auf den ersten Podestplatz 2024.
"Solange die Richtung stimmt, fühle ich mich jetzt zuversichtlicher", ließ Wolff wissen und betonte, dass Fortschritte nie gradlinig seien. Zudem erinnerte er daran, dass auch die anderen Teams ihre Autos verbessern. Daher seien Verbesserungen in der Zeitenliste nicht immer sofort sichtbar.
Wolff schaute daher in erster Linie auf die eigene Performance und erklärte, dass es "noch nie so klare Anzeichen wie in den letzten Rennen" gegeben habe, dass man jetzt auf einem guten Weg sei, den W15 sowohl in High- als auch in Low-Speed-Abschnitten schnell zu machen.
Bislang sei nämlich "nie beides zusammen" gelungen, sagte Wolff, der in seiner Medienrunde nach dem Rennen in Imola auch auf den Grand Prix dort im Jahr 2022 angesprochen wurde. Das Rennen vor zwei Jahren beendete Lewis Hamilton mit einer Runde Rückstand als 13.
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Toto Wolff glaubt daran, dass Mercedes bald wieder konkurrenzfähig sein wird

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Imola 2022 als Weckruf für Mercedes

Damals war es im erst vierten Rennen der neuen Regelära in der Königskasse eine Art Weckruf für Mercedes und eines der ersten deutlichen Anzeichen dafür, dass man durch das neue Reglement in der Hackordnung der Formel 1 zurückgefallen ist.
Zwar gab es zwischenzeitlich Lichtblicke, wie zum Beispiel den Sieg von George Russell 2022 in Brasilien, doch prinzipiell läuft Mercedes diesem Rückstand bis heute hinterher. Wolff gestand: "Wenn ich mir die Situation in Imola vor zwei Jahren anschaue, dann war es schrecklich."
"Ich bin nicht besonders glücklich oder stolz auf die Zeit von damals bis heute. Wir hätten die Dinge anders und besser machen können, wir hätten die Dinge früher erkennen und die Organisation optimieren können, aber wir haben es nicht getan", zeigte sich der Österreicher selbstkritisch.
Und obwohl die Ergebnisse aktuell noch immer nicht zufriedenstellend sind, betonte der 52-Jährige: "Wir wissen ziemlich genau, wo es [bei der Entwicklung des Autos] hingeht, und das ist der Vorteil, den wir jetzt im Vergleich zu den beiden Jahren zuvor haben."

Wolff: brauchen "stabile Plattform"

Der Wiener erklärte, es sei wichtig, eine "stabile Plattform" zu haben. Doch was genau bedeutet das? "Ich denke, eine stabile Plattform ist ein Auto, bei dem man weiß, welche Entwicklungsrichtung man einschlagen wird, von der man glaubt, die beste Leistung zu erhalten", so Wolff.
Und genau das sei in den Vorjahren nicht der Fall gewesen. Wolff sagte: "Wir hatten einen kleinen Zick-Zack-Kurs im Hinblick drauf, wo wir dachten, dass wir die Leistung steigern müssen. Aber eines kann man in der Formel 1 nicht kaufen: Zeit."
"Wenn man einmal einen Fehler gemacht hat, steht man auf dem falschen Fuß, und dann ist es sehr schwierig, wieder nach vorne zu kommen", meinte er und führte aus: "Ich denke, es gibt eine grundlegende Sache, die wir nicht erkannt haben, als wir es hätten tun sollen."
Ins Detail geht er dabei nicht, doch inzwischen sei man auf dem richtigen Weg angekommen, so Wolff. "Deshalb ist die Zuversicht im Moment größer. Aber nichts in diesem Sport ist selbstverständlich. Wir sind da, wo wir sind, und das ist nicht gut genug", stellte er fest.
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McLaren ist aktuell der ärgste Widersacher von Red Bull

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Mercedes orientiert sich an McLaren

"Wir müssen einfach einen besseren Job machen", so Wolff, der sich in dieser Hinsicht zum Beispiel Kundenteam McLaren als Vorbild genommen hat. "Sie haben gute Arbeit geleistet, und wir müssen ihnen Respekt zollen, wie sie es gemacht haben", erklärte er.
"Mehr Wettbewerb an der Spitze ist gut für den Sport und gut für alle. Ich betrachte das also nicht mit Neid, ganz im Gegenteil. Ich schaue darauf und denke: 'Das ist es, was wir erreichen müssen'", betonte der Teamchef. Denn McLaren war zuletzt regelmäßig der erste Red-Bull-Verfolger.
Dabei war der Saisonbeginn des Teams eher durchwachsen, und noch vor zwölf Monaten gehörte McLaren sogar zu den Sorgenkindern der Formel 1. Wolff erklärte: "Man muss einen guten Schritt nach dem anderen machen, und sie haben das Konzept spät im Winter geändert und abgewartet, bis sie das Upgrade brachten."
"Und seither haben sie die Leistung gesteigert. Da wollen wir auch hinkommen, zu einer stabilen Plattform, bei der wir sagen: 'Das ist es, was wir von dem Auto wollen.' Und dann läuft die Entwicklungsmaschine einfach mit", illustrierte der Mercedes-Boss den eigenen Ansatz.
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Verstappen geschlagen: Norris feiert ersten Sieg

Quelle: Eurosport


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