Nico Rosberg sieht beim Ferrari-Crash in Brasilien die Schuld bei Sebastian Vettel

Für Nico Rosberg ist Sebastian Vettel eher am Ferrari-Unfall mit seinem Teamkollegen in Brasilien Schuld. "Ich sehe ein bisschen weniger Fehler auf Leclercs Seite. Weil Vettel ein bisschen zu früh und ein bisschen zu schnell rübergekommen ist", analysiert der Formel-1-Weltmeister von 2016 in seinem aktuellen YouTube-Videoblog, unterstreicht aber: "Wir reden da wirklich von Kleinigkeiten."

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"Ich hatte selbst auch schon ähnliche Situationen. Wenn du vorne bist, hast du das Gefühl, dass du dich nur langsam bewegst. Und es ist wichtig, den anderen unter Druck zu setzen und so früh wie möglich nach innen zu lenken. Für den, der innen ist, ist das aber schwer zu erkennen. Du siehst nicht, dass der vorne liegende Kerl nach innen zieht", sagte Nico Rosberg.
Insofern sieht er keinen eindeutigen Schuldigen: "Es waren nur Millimeter. Als Leclerc realisiert hat, dass Vettel rüberkommt, war es schon zu spät. Schwierig. Sie haben sich kaum berührt, aber das hat beide Autos aus dem Rennen genommen."

Rosberg hätte Hamilton keine Strafe ausgesprochen

Die Rennkommissare haben im Fall Ferrari keine Strafe ausgesprochen. Das wäre, findet Rosberg, auch bei Lewis Hamiltons Karambolage mit Alexander Albon "schön" gewesen:
Rosberg räumte allerdings ein, dass die Berührung "sicher mehr Lewis' Fehler" war - was Hamilton ja auch eingestanden hat.

Albon hat Teilschuld an seinem Dreher

Aber: "Ich finde nicht, dass Lewis zu 100 Prozent schuld ist", sagt Rosberg. "Albon hat die Tür offen gelassen, und er hätte ihm ein bisschen Platz lassen sollen. Lewis war ja da. Es gibt keinen Grund dafür, nicht ein bisschen Platz zu lassen."
"Albon hat gesagt, dass er nicht damit gerechnet hätte, dass Lewis dort reinsticht, und dass er nicht geschaut hat. Okay. Aber das ist keine Entschuldigung." Durch den Kontakt mit dem Mercedes von Hamilton drehte sich der Thailänder und fiel vom zweiten auf platz vierzehn zurück. Den Sieg in Brasilien holte sich Albons Red-Bull-Teamkollege Max Verstappen.
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