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Red-Bull-Berater Helmut Marko stichelt gegen WM-Konkurrenten Ferrari: "Sie machen alles falsch"
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Publiziert 07/08/2022 um 19:24 GMT+2 Uhr
Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko hat erneut gegen den WM-Rivalen Ferrari geschossen. Trotz eines starken Boliden der Scuderia führt Titelverteidiger Max Verstappen in der WM-Wertung mit 80 Zählern vor Charles Leclerc. Wie der große Vorsprung auf die Italiener zustande kommt? "Indem sie so ziemlich alles falsch machen", erklärte der 79 Jahre alte Österreicher im Interview mit "oe24".
Helmut Marko
Fotocredit: Getty Images
Als Beispiel führte Marko das letzte Rennen vor der Sommerpause auf dem Hungaroring an, als die Ferrari-Piloten Leclerc und Carlos Sainz lange auf Siegkurs lagen, aber schließlich beide das Podest verpassten.
"In Budapest haben sie erstmals den Reifen nicht das richtige Temperaturfenster gegeben und dazu noch die falsche Boxenstrategie gewählt", sagte der Grazer.
Stattdessen gewann Weltmeister Verstappen das Rennen nach einem Husarenritt. Der Niederländer war nach Problemen am Samstag nur von Rang zehn ins Rennen gegangen. Eine Leistung, die Marko nicht ausreichend honoriert sah.
Stattdessen "feiert ihr Toto (Mercedes-Teamchef Wolff, Anm. d. Red.) und Mercedes mit den Plätzen zwei und drei als große Sieger ab", kritisierte der Motorsport-Konsultent.
"Ich will nur die Leistung vom Max genug gewürdigt sehen", stellte Marko heraus, denn: "Nach dem Pech im Qualifying hat er von Platz zehn aus gewonnen auf einer Strecke, auf der man angeblich von hinten keine Chance hat."
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Charles Leclerc
Fotocredit: Imago
Marko verspürt Mitleid mit Ferrari
Auch in den vorangegangenen Rennen hatten sowohl Fahrer als auch Team der Scuderia mehrmals gepatzt und somit zahlreiche Punkte liegen lassen. Schon in Monaco und Silverstone hatten Leclerc falsche Strategien den Rennsieg gekostet, in Imola und Le Castellet warf der Monegasse selbst seinen Boliden und damit wichtige Zähler weg.
"Es ist ein bisschen schade, dass Ferrari so viele Fehler macht. Die werden unter ihrem Wert geschlagen, sie tun uns schon richtig leid", sagte Marko.
Trotz des komfortablen Vorsprungs auf Leclerc und Ferrari könne sich Red Bull aber "noch nicht zurücklehnen", wie Marko im Interview mit "oe24.at" betonte. "Wir haben noch neun Rennen, das sind 225 Punkte für neun mögliche Siege dazu Sprint und schnellste Runden", sagte der 79-Jährige.
Gerade, weil Marko der Scuderia in der zweiten Saisonhälfte ein Comeback zutraut: "Die kommen wieder, die haben so ein starkes Auto."
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