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Red Bull Racing: Christian Horner vor Befragung am Freitag unter Druck - Teamchef soll Rücktritt abgelehnt haben
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Publiziert 07/02/2024 um 15:17 GMT+1 Uhr
Christian Horner hat am Freitag eine Befragung bei Red Bull vor sich, bei der den Vorwürfen gegen seine Person auf den Grund gegangen werden soll. Es scheint zunehmend unwahrscheinlich, dass der Teamchef des amtierenden Konstrukteursweltmeisters die Affäre unbeschadet übersteht. Dabei soll auch die Familie von Superstar Max Verstappen - besonders dessen Vater Jos - eine Rolle spielen.
Christian Horner (Red Bull Racing)
Fotocredit: Getty Images
Am 15. Februar präsentiert Red Bull Racing sein Team für die Formel-1-Saison 2024, doch ob Christian Horner dann noch Teamchef sein wird, steht noch in den Sternen.
Rund um die gegen ihn erhobenen Vorwürfe sickern zwei Tage nach deren Bekanntwerden am Montag nach und nach weitere Details durch.
Gesichert ist inzwischen, dass Horner am Freitag von einem "unabhängigen Ermittlungsanwalt", wie es die Red Bull GmbH am Montag angekündigt hatte, einvernommen wird. Befragungen anderer Mitarbeiter zu dem Thema haben laut Informationen von "Motorsport-Total.com" bereits stattgefunden.
Es wird das erste Mal sein, dass Horner im Zuge des Ermittlungsverfahrens selbst aussagt. Wie konkret die Vorwürfe gegen den 50-Jährigen lauten, dazu äußert man sich bei Red Bull weiterhin nicht.
Gerüchteküche brodelt
In der Formel-1-Community kursieren verschiedene Gerüchte, viele davon unappetitlich. Klar ist: Erhoben wurden die Vorwürfe von einer Mitarbeiterin des Red-Bull-Teams, die eng mit Horner zusammengearbeitet hat.
Dass sich bereits am Freitag die Zukunft von Horner bei Red Bull Racing entscheiden wird, ist laut Informationen von "Motorsport-Total.com" nicht in Stein gemeißelt.
Als wahrscheinlicher gilt, dass der Ermittlungsanwalt die Ergebnisse seiner Untersuchungen erst gründlich verarbeiten und bewerten muss, bevor er zu einem Ergebnis kommen wird.
Allerdings: Die Zeit drängt. Wenn am 15. Februar Red Bulls Präsentation für die Saison 2024 stattfindet, sollte idealerweise Klarheit darüber herrschen, ob Horner Teamchef bleiben kann oder nicht.
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Der Druck auf Christian Horner bei Red Bull scheint zu steigen
Fotocredit: Getty Images
Horner verweigert Rücktritt
Zumal die Red Bull GmbH in ihrem Statement angekündigt hatte, man möchte die Untersuchung "so schnell wie möglich" zu einem Abschluss bringen.
Durchgesickert ist inzwischen, dass hinter den Kulissen versucht wurde, die Affäre ohne großen Gesichtsverlust für alle Beteiligten zu regeln. Offenbar wurde Horner nahegelegt, freiwillig zurückzutreten, um allzu großes mediales Aufsehen und einen öffentlichen Shitstorm gegen seine Person zu vermeiden.
Doch das soll Horner ablehnen. Er hat inzwischen seine eigenen Rechtsanwälte aufgestellt, um seine Position zu verteidigen. Bisher hatte er sich nur gegenüber dem niederländischen "De Telegraaf" öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Der Zeitung aus der Heimat von Starpilot Max Verstappen sagte er nur: "Ich bestreite diese Vorwürfe kategorisch."
Hinter den Kulissen soll inzwischen auch der ehemalige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone eine Rolle spielen. Horner ist bekanntlich Ecclestones Trauzeuge, das persönliche Verhältnis der beiden unverändert gut.
Verstappens vs. Horner
Ecclestone, so hört man aus Insiderkreisen, soll versuchen, kalmierend auf Horner einzuwirken. Doch der lehnt einen freiwilligen Rücktritt nach wie vor ab.
Dass die Story ausgerechnet in den Niederlanden zuerst geleakt ist, ist übrigens vermutlich kein Zufall. Hinter den Kulissen der Formel 1 wird getuschelt, dass das persönliche Verhältnis zwischen Horner und Jos Verstappen arg ramponiert ist. Und Max Verstappen gilt als loyale Person, deren Loyalität vor allem zwei Männern gilt: seinem Vater und Helmut Marko.
Bei Red Bull ist indes die Sorge groß, dass die Marke einen erheblichen Imageschaden nehmen könnte, sollte sie im Falle eines nachgewiesenen Fehlverhaltens von Horner nicht die entsprechenden Konsequenzen ziehen.
Dass Horner die Untersuchung letztendlich komplett unbeschadet überstehen wird, hält Stand heute kaum noch jemand für möglich. Wichtig ist aber: Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
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Die Beziehung zwischen Christian Horner und Max Verstappen soll zerrüttet sein
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Was macht die FIA?
Unklar ist auch, ob sich auch der Automobil-Weltverband FIA für das Thema interessieren wird. Für die FIA sind in erster Linie sportliche und technische Regelverstöße sanktionsrelevant.
Sollte Horner ein Fehlverhalten nachgewiesen werden, er aber von Red Bull entlassen werden, gilt eine offizielle Untersuchung seitens des Verbands als unwahrscheinlich.
Wer Horners Nachfolger werden könnte, sollte es im Zuge der Affäre tatsächlich zu einer Entlassung durch Red Bull kommen, ist nicht bekannt. Naheliegend wäre aber, dass der bisherige Sportdirektor Jonathan Wheatley die Leitung des Teams zumindest interimistisch übernehmen könnte.
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