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Sebastian Vettel - Helmut Marko äußert sich zu Aston-Martin-Pilot: "Glaube nicht, dass seine Motivation allzu groß ist"
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Publiziert 02/04/2022 um 00:27 GMT+2 Uhr
Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko hat sich zu seinem Ex-Piloten Sebastian Vettel geäußert und vermutet, dass die Motivation des viermaligen Weltmeisters bei Aston Martin überschaubar ist. Der Heppenheimer hatte die ersten beiden Saisonrennen aufgrund einer Corona-Infektion verpasst. An eine Rückkehr Vettels zu Red Bull glaubt der 78-Jährige indes nicht.
Sebastian Vettel (vorne) und Helmut Marko
Fotocredit: Getty Images
Es gibt nicht viele, die Sebastian Vettel so kennen, wie er wirklich ist; aber Helmut Marko gehört zu diesem kleinen Kreis. Und der Red-Bull-Motorsportkonsulent hatte bereits vor einem Jahr in einem Interview die Meinung vertreten, dass der viermalige Weltmeister Ende 2020 nicht zu Aston Martin hätte wechseln sollen, sondern 2021 "ein Jahr Auszeit" besser gewesen wäre, um sich "zu sortieren und sich selbst zu fragen, was er will".
Ein Jahr später ist Vettels Lage nicht spürbar besser geworden. Aston Martin ist in der Hackordnung der Formel 1 noch weiter zurückgefallen und hat jetzt mit dem saudi-arabischen Mineralölkonzern Aramco einen neuen Titelsponsor, auf den viele der Werte projiziert werden, die Vettel in seinem Einsatz für Umwelt und Menschenrechte zutiefst ablehnt.
Marko hat, daraus macht er keinen Hehl, seine Meinung nicht geändert. Und glaubt auch nicht dran, dass die neuen "Ground-Effect-Cars" über Nacht dazu führen werden, dass Vettel auf der Rennstrecke wieder seine alten Stärken ausspielen und aufs Podium fahren kann.
"Zuerst muss Aston Martin ein wettbewerbsfähigeres Auto bauen. Denn wenn man außerhalb der Punkte fährt, dann ist die Motivation nicht die allergrößte", erklärte der Red-Bull-Motorsportkonsulent in einem exklusiven Interview auf dem YouTube-Kanal von "Formel1.de".
Marko: Glaube nicht, dass Vettels Motivation allzu groß ist
Die Theorie, dass der "Ground-Effect" Vettel ähnlich entgegenkommen könnte wie einst die "Blown-Diffuser-Cars", die insbesondere in schnellen Kurven extrem viel Grip produziert haben, würde Marko indes nicht blind unterschreiben: "Das lässt sich nicht vergleichen", sagte er, unter anderem wegen der 18-Zoll-Räder, die 2022 neu eingeführt wurden.
"Ein motivierter Vettel" könnte mit einem Auto, das das zulässt, immer noch um Podestplätze in der Formel 1 kämpfen. "Das hat man in Baku gesehen, und in Monte Carlo war er auch sehr schnell. [...] Aber da, wo Aston Martin derzeit steht, glaube ich nicht, dass die Motivation allzu groß sein wird."
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Sebastian Vettel hat die beiden Auftaktrennen verpasst
Fotocredit: Getty Images
Vettel-Rückkehr zu Red Bull? Marko winkt ab
Der 78-Jährige räumte ein, dass er mit Vettel immer noch "in losem Kontakt" steht, doch über "andere Themen" werde dabei sehr viel mehr geredet als über die Formel 1. Schließlich ist die freundschaftliche Verbindung auch nach dem Weggang des viermaligen Weltmeisters von Red Bull Ende 2014 nie ganz abgerissen.
Bleibt die Frage offen, wie Red Bull reagieren würde, sollte Vettel den Wunsch äußern, seine Karriere 2023 dort zu beenden, wo sie so richtig angefangen hat, nämlich bei AlphaTauri. Wenn Pierre Gasly wirklich eine zweite Chance bei Red Bull Racing erhalten sollte, könnte dort ein Platz frei werden. Aber Marko winkte ab: "Ich glaube nicht, dass er mit diesem Ansinnen kommt."
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