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Sebastian Vettel plant Formel-1-"Entzug" nach seinem Rücktritt wie TV-Moderator Stefan Raab
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Publiziert 05/11/2022 um 00:36 GMT+1 Uhr
Sebastian Vettel beendet am Saisonende seine herausragende Formel-1-Karriere. Auf eine Rückkehr in die Königsklasse hofft der viermalige Weltmeister nicht, eine Glaskugel hat aber auch der Heppenheimer nicht. "Ich würde es gern ausschließen. Aber das kann ich nicht. Keine Ahnung, wie ich in ein, zwei Jahren ticke", sagte Vettel. Zum Vorbild will er sich aber TV-Ikone Stefan Raab nehmen.
Sebastian Vettel
Fotocredit: Getty Images
Sebastian Vettel möchte nach dem Ende seiner Formel-1-Karriere zwar auf Distanz gehen zu dem Sport, den er sein Leben lang geliebt hat und immer noch liebt; doch ganz ausschließen, gibt er jetzt erstmals zu, kann er es nicht, dass es ihn irgendwann doch wieder im Gasfuß juckt. "Ich würde es gern ausschließen. Aber das kann ich nicht. Keine Ahnung, wie ich in ein, zwei Jahren ticke", sagte der 35-Jährige in einem Interview mit dem "Der Spiegel".
"Was das Körperliche angeht, betreibe ich eine Sportart, in die man nach zwei Jahren Pause noch gut zurückkehren könnte. Ich wünsche mir allerdings, dass ich auch in zwei Jahren noch sage: 'Nein danke, ich brauche das Rennfahren nicht mehr'", stellte Vettel klar.
Was seinen Rücktritt betrifft, hat der viermalige Weltmeister klare Vorstellungen. Beim ersten Rennen der Post-Vettel-Ära, am 5. März 2023 in Bahrain, werde er "ganz bestimmt nicht als Experte mit einem Mikrofon in der Hand vor der Kamera stehen und meinen Senf dazugeben", unterstrich er.
"Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Rennen überhaupt sehen möchte. Die Formel 1 war 16 Jahre lang mein Lebensinhalt. Jetzt habe ich insgeheim die Erwartung an mich selbst, auch ohne Formel 1 klarzukommen - als würde ich einen Entzug machen."
Vettel: Eines Tages Rückkehr in neuer Funktion?
In der Vergangenheit hat Vettel nicht ausgeschlossen, eines Tages in anderer Funktion in die Formel 1 zurückzukehren. Etwa als Umweltbotschafter des Grand-Prix-Sports, wie in manchen Medien kolportiert wurde.
Doch grundsätzlich hat er nicht vor, weiterhin mit dem Formel-1-Zirkus um die Welt zu jetten. Er sagt zwar: "Wenn man etwas gern gemacht hat, darf man daran auch hängen." Aber: "Ich möchte den anderen Weg gehen, mich lösen und feststellen: 'Es gibt genug andere spannende Dinge, ich schaffe es, die nächste Tür aufzumachen und dort mein Glück zu finden.'"
Raab als Vorbild
Dabei hat Vettel ein ganz konkretes Vorbild: "Stefan Raab", sagte er. "Der war so omnipräsent in der deutschen Fernsehlandschaft, hat angekündigt aufzuhören - und dann war praktisch von heute auf morgen Ruhe."
"Jetzt müsste man ihn fragen, ob er damit glücklich ist oder nicht. Aber ich finde es zunächst einmal bewundernswert, wenn sich jemand aus der öffentlichen Beobachtung so weit löst, dass man das Gefühl hat: 'Der ist davon nicht abhängig geworden.' Gerade im Sport ist diese Gefahr groß."
Stefan Raab war mit seiner Kultsendung "TV Total" zwischen 1999 und 2015 einer der bekanntesten Fernsehentertainer in Deutschland. Im Juni 2015 gab er überraschend seinen Rückzug bekannt, im Dezember 2015 hatte er seinen letzten TV-Auftritt. Seither engagiert sich der 56-Jährige nur noch als Produzent hinter der Kamera.
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Quelle: SNTV
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