Für Sebastian Vettel verläuft die Formel-1-Saison 2020 nicht nach Wunsch. Das beweist alleine schon der Blick auf die nackten Zahlen: Im Qualifying-Duell hat er gegen Charles Leclerc mit 2:9 das Nachsehen, nach Punkten mit 17:63, und in der Fahrer-WM liegt er aktuell an 13. Position. Sogar noch schlechter steht er in der Fahrernoten-Jahreswertung von 'Motorsport-Total.com' da (Platz 16).

Einer der Tiefpunkte war aus seiner Sicht der Heim-Grand-Prix auf dem Nürburgring mit einem Dreher und dem enttäuschenden elften Platz. Und weil er gegen Leclerc auch vom Speed her weiterhin kein Land sieht, während Sergio Perez für Racing Point beinahe aufs Podium gefahren wäre, könnte man meinen, dass sich sein zukünftiger Arbeitgeber Sorgen machen muss.

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Dem ist aber offenbar nicht so: "Ich bin zuversichtlich, dass wir Seb wieder zu seiner Bestform verhelfen können", sagt Racing Points Technischer Direktor Andrew Green. "Ich glaube, er braucht ein bisschen Liebe, und die kriegt er im Moment wahrscheinlich nicht. Aber er ist ein mehrmaliger Weltmeister. So einer vergisst nicht einfach, wie man Auto fährt."

"Wäre Vettel ein Rookie, wäre nach der Saison schon wieder Schluss"

Dass die Branche weiß, wie Vettel zwischen 2010 und 2013 alles gewonnen hat, ist dessen Glück. "Wäre er nicht Sebastian Vettel, sondern wäre er ein Rookie, [...] dann wäre Ende dieser Saison auch schon wieder Schluss", vermutet Chefredakteur Christian Nimmervoll im aktuellen #LetzteNacht-Video auf den YouTube-Kanälen von "Motorsport-Total.com" und "Formel1.de".

Ob es technische Gründe hat und wenn ja welche genau, dass Vettel im Vergleich zu Leclerc 2020 so stark abfällt, kann man bei Racing Point nicht beantworten. Oft heißt es, Vettel komme mit dem losen Heck des SF1000 nicht zurecht. Aber Green weiß nicht genau, "was der Grund für seine Probleme bei Ferrari ist. Zu diesen Informationen haben wir keinen Zugang."

Green: "Haben die Möglichkeiten, Vettel ein Auto zu geben, in dem er sich wohlfühlt"

"Mit den Werkzeugen und den Menschen, die wir im Team haben, haben wir aber sicher die Möglichkeiten, Seb ein Auto zu geben, in dem er sich wohlfühlt und mit dem er fahren kann. Wenn's bei ihm im Kopf wieder funktioniert, wird alles zurückkommen, was schon mal da war. Ich bin mir absolut sicher, dass wir das schaffen können", sagt Green.

So oder so freut er sich auf 2021 - dann bekanntlich unter dem neuen Namen Aston Martin: "Das wird eine richtig aufregende Zeit. Ich kann es gar nicht erwarten, bis Seb nächstes Jahr dann zum ersten Mal einen Fuß in unsere Fabrik setzt." Die übrigens gerade in großem Stil umgebaut und modernisiert wird ...

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