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Test in Bahrain: Lewis Hamilton glaubte selbst nicht mehr an Ferrari-Wechsel - Rekordweltmeister gibt Einblick
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Publiziert 28/02/2025 um 19:14 GMT+1 Uhr
Lewis Hamilton und Ferrari, das ist die neue Traumehe in der Formel 1 - und ein Thema, das auch über die Grenzen des Motorsports hinaus Wellen schlägt. Im großen Interview mit dem "Time Magazine" hat der Rekordweltmeister nun über weitere Hintergründe zu seinem Wechsel ausgepackt, unter anderem, dass es schon 2018 Gespräche mit dem Ferrari-Präsidenten John Elkann über eine Zukunft in Rot gab.
Hamilton begeistert von Ferrari: "Stolz, ein Teil davon zu sein"
Quelle: Perform
Doch sportlich lief es für Hamilton bei den Silberpfeilen damals wie am Schnürchen: Bis 2020 gewann er vier WM-Titel in Serie, während die Scuderia sich leistungsmäßig eher in einer Abwärtsspirale befand, wodurch ein Wechsel unattraktiv wurde.
"Wenn ich wirklich ehrlich bin: Ich hatte den Fakt akzeptiert, dass ich wahrscheinlich nie für Ferrari fahren werde. Ich war okay damit", verriet Hamilton nun.
Dann folgte jedoch die legendäre Saison 2021 mit ihrem kontroversen Saisonfinale in Abu Dhabi, an dessen Ende Hamilton ohne seinen achten WM-Titel dastand - und wegen der Vorkommnisse sogar kurzzeitig einen Rücktritt in Erwägung zog.
Zwar entschied sich der Brite zum Weitermachen, doch Mercedes' ehemalige Dominanz war verpufft, unter neuem Reglement fuhren die Silberpfeile nur noch hinterher.
Hamilton über Anruf von Vasseur: "Heilige Scheiße!"
Trotzdem verlängerte der Brite Mitte 2023 seinen Vertrag mit Mercedes um zwei Jahre, allerdings mit der Hintertür, bereits nach der Hälfte der Zeit aus dem Vertrag raus zu können.
Davon bekam schließlich auch Fred Vasseur Wind - Hamiltons ehemaliger Förderer bei ART in der GP2 hatte mittlerweile das Zepter als Teamchef in Maranello übernommen - und klopfte wenig später beim Briten an.
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Lewis Hamilton
Fotocredit: Getty Images
Wie so oft um die Weihnachtszeit, war Hamilton gerade in seinem Winterdomizil in Colorado, als das Telefon klingelte: "Ich erinnere mich noch, dass ich nach dem Telefonat fast am Zittern war. Ich dachte nur: Oh Gott!", erinnerte sich Hamilton an den ersten Kontakt und die Geburtsstunde der Idee, im hohen Rennfahreralter doch noch in Maranello zu landen.
Doch die Entscheidung war trotzdem keine leichte, wie der Brite versicherte: "Ich dachte mir: Heilige Scheiße! Ich habe buchstäblich gerade erst mit Mercedes verlängert." Sein Leben lang war Hamilton nur mit Mercedes-Unterstützung unterwegs gewesen, schon zu Kartzeiten. Für ihn gab es entsprechend viel abzuwägen, doch je länger dieser Prozess in den folgenden Tagen dauerte, desto mehr tendierte er zu Ferrari.
Dabei wuchs das Gefühl, dass es "das Richtige" für ihn sein könnte, er dachte er an seine Kindheit zurück, seine Träume: "Es ist eine Zeit, um die Zukunft neu zu gestalten, auch neu zu gestalten, worum es beim Träumen geht", sagte Hamilton und fasste schließlich einen Entschluss: "Ich gehe zu Ferrari. Mann, das ist der größte Traum."
Trotz Ferrari-Wechsel: "Kein böses Blut"
Doch dafür musste Hamilton alte Brücken abbrechen: Erst folgte das berühmte Gespräch mit Toto Wolff in der Küche des Mercedes-Teamchefs, anschließend teilte Hamilton es auch seinem Team mit, Leuten, mit denen er jahrelang eng zusammengearbeitet hat. Zu seinem Glück erntete er viel Verständnis: "Es gibt kein böses Blut, absolut nicht. Wir haben so viele Meisterschaften zusammen gewonnen", sagte Hamilton.
Und auch er gewann endlich wieder: In Silverstone feierte Hamilton nach langer Durststrecke 2024 einen viel umjubelten Heimsieg, quasi der perfekte Ausstand bei Mercedes - wenngleich in Spa, nach der Disqualifikation von Teamkollege George Russell, zumindest auf dem Papier noch ein zweiter folgt.
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Erste Saison nach Hamilton: Mercedes setzt auf Talent Antonelli
Quelle: Perform
Um die Zukunft seines Ex-Teams, die das erst 18-jährige Supertalent Andrea Kimi Antonelli zu seinem Nachfolger ernennen, macht sich Hamilton jedenfalls keine Sorgen: "Sie haben all die Zutaten, um mehr Weltmeisterschaften zu gewinnen, und das werden sie auch, daran habe ich gar keine Zweifel", erklärte der 40-Jährige.
Bei aller Freundschaft, fortan sind die Silberpfeile aber trotzdem Konkurrenz für ihn, denn in Maranello hat Hamilton nun eine neue Heimat gefunden. So richtig bewusst wird ihm das, als er das erste Mal in seinem Overall in den Spiegel schaut: "Ich bin in Rot, whoa!", grinste Hamilton. "Der Anzug sieht so gut an mir aus."
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