Auch wenn Max Verstappen den Start in Barcelona für sich entschied und den Grand Prix von Spanien zunächst anführte: Dem Strategie-Poker von Mercedes hatten er und Red Bull am Ende nichts entgegenzusetzen.
Den Sieg im vierten Rennen der Formel-1-Saison 2021 musste er einmal mehr Lewis Hamilton überlassen.
Dabei lief zu Beginn noch alles nach Plan. "Der Start war einfach gut. Eigentlich lief alles gut. In der ersten Kurve ging es nur darum: Wer zuletzt bremst, kommt zuerst raus. Ich bin einfach drauf losgefahren, weil ich wusste, dass es sonst schwierig werden würde", rekapituliert Verstappen sein Manöver an Hamilton in Kurve 1.
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Der Brite musste zurückziehen, um eine Kollision zu vermeiden. "Es war ein kalkuliertes Risiko", sagt Verstappen. "Ich bin einfach schneller in die Kurve hineingefahren und ab einem bestimmten Punkt, wenn man außen ist, muss man einfach aufgeben."

Verstappen fühlt sich als Alleinkämpfer

"Danach habe ich eigentlich versucht, mein Rennen so gut wie möglich zu fahren und meine Reifen so gut wie möglich zu schonen, aber irgendwie sind wir langsamer und nutzen unsere Reifen auch mehr ab. Irgendwann hat man dann natürlich einfach keine Chance mehr", erklärt der Red-Bull-Pilot, warum es nicht reichte.
Dabei schwingt auch subtile Kritik an Teamkollege Sergio Perez mit, wenn Verstappen sagt: "Am Ende bin ich immer alleine im Kampf. So können sie einfach noch einen Stopp einlegen, weil hinter ihnen eine Lücke ist. Das hilft natürlich auch nicht."
Während sich Hamilton bei Mercedes auf die Schützenhilfe von Valtteri Bottas verlassen kann, ist Verstappen auf sich allein gestellt. Red-Bull-Neuzugang Sergio Perez sucht noch nach seiner Form. Wäre er weiter vorne dabei, könnte man entsprechend anders taktieren und eine Mercedes-Strategie wie in Barcelona verhindern.

Horner: Perez steckte im Verkehr fest

"Dann können sie wenigstens nicht den zweiten Stopp machen. Dann geht es nur noch darum, wer am Ende die besten Reifen übrig hat. Aber ja, es ist, wie es ist", sagt Verstappen. Red-Bull-Teamchef Christian Horner nimmt Perez derweil in Schutz.
"Im Rennen steckte er hinter Daniel (Ricciardo; Anm. d. Red.) fest, sodass er es leider nicht schaffte, vorbeizukommen und den Anschluss zu halten - auf einer Strecke, auf der Überholen traditionell schwierig ist. Wir brauchen ihn dringend in dieser Lücke, damit Mercedes nicht die strategischen Optionen hat, die sie diesmal hatten."
Horner erklärt: "Die beiden Führenden lagen so weit vor dem Rest des Feldes, dass Lewis einen freien Stopp wie in Ungarn 2019 hatte. Sie wissen, dass er nur an seinem Teamkollegen vorbeikommen muss, und das war nie ein Problem. Deshalb brauchen wir beide Autos dort vorn, damit Mercedes diese Option nicht zur Verfügung steht."
Aber der Red-Bull-Teamchef ist überzeugt, "dass das für Checo kommen wird, wenn er mehr Vertrauen und Zeit im Auto findet". Außer in Imola ist der Mexikaner bisher immer in die Top 5 gefahren. Um im Titelkampf zu helfen, reicht das aber nicht.
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