Vettel kritisierte, dass in der Motorsport-Königsklasse zwar der "effizienteste Verbrennungsmotor auf der Welt" zum Einsatz komme, die komplizierte Turbo-Hybrid-Technologie aber "nie den Weg in die Serie finden" werde. Transferiert würden allein "die Nachricht und die Markenbotschaft, weil der Hybrid-Antrieb viel positiver für die Umweltbilanz angesehen wird als der normale Verbrennungsmotor. Das Enttäuschende daran ist, dass wir so unsere Chance nicht nutzen."

Der Familienvater vermisst die "Vorreiterrolle der Formel 1 auf dem Gebiet der Technik" und führt aus: "Erst von 2022 wird ein Anteil von zehn Prozent Biosprit der zweiten Generation in der Formel 1 zur Pflicht. Stand heute soll der Anteil erst mit einem neuen Motorenreglement auf nur 30 Prozent steigen. Das wäre dann frühestens ab 2025/2026. Das finde ich sehr, sehr enttäuschend. Denn bis 2025 gibt es sicher schon Tankstellen für jedermann, die Benzin aus einhundert Prozent erneuerbaren Energien verkaufen."

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Vettel selbst habe sein "Verhalten mehr und mehr angepasst", sowohl bei Reisen als auch Zuhause. Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg ist für den Hessen "eine Inspiration". Überhaupt finde er es "faszinierend und sehr inspirierend, dass die junge Generation aufsteht, weil die Umwelt ihr so sehr am Herzen liegt".

Mit dem Motorsport ("meine Leidenschaft") will er deswegen dennoch nicht aufhören. "Ich glaube, wir sollten immer das ganze Bild betrachten", sagte Vettel: "Statt die Leidenschaft zu begraben, sollte man sich die Frage stellen, ob man ihn nicht so gestalten kann, dass die Leidenschaft mit der Nützlichkeit einhergeht."

Es gehe darum, die Chance zu sehen, es besser zu machen: "Besser kann heißen, mehr Spaß und nachhaltig. Wir sollten bei dem Thema nicht von Verzicht sprechen, sondern von der Chance."

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(SID)

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