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Formel E in Marrakesch: Jerome D’Ambrosio siegt, Pascal Wehrlein scheidet früh aus

Mit Video | D’Ambrosio gewinnt turbulenten ePrix, Wehrlein im Pech

12/01/2019 um 18:13Aktualisiert 12/01/2019 um 20:13

Jérôme D’Ambrosio hat einen von Dramen durchzogenen ePrix der Formel E in Marrakesch gewonnen, für den Belgier ist es der dritte Sieg im 47. Formel-E-Rennen. Robin Frijns erreichte als Zweiter das zweite Podium seiner Karriere, Sam Bird (3.) betrieb nach Pole Position zumindest Schadensbegrenzung. Pascal Wehrlein musste schon nach einer Runde infolge eines Unafls aufgeben.

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Wenn Jérôme D'Ambrosio in der Formel E gewinnt, dann ist immer Drama.

Video - Selfies auf dem Podium: D’Ambrosio, Frijns und Bird lassen sich feiern

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Zweimal durfte der Belgier bereits über Siege jubeln, allerdings stets erst im Nachhinein. Beim ePrix von Marrakesch kam der Mahindra-Pilot ebenfalls wieder zu einem kuriosen Erfolg, denn er profitierte von mehreren Zwischenfällen an der Spitze und konnte so seinen insgesamt dritten Formel-E-Sieg feiern.

Über allem steht die Kollision der beiden BMW-Andretti von Antonio Felix da Costa und Alexander Sims, die sich zehn Minuten vor Rennende gegenseitig abschossen.

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Zuvor hatte sich bereits der amtierende Meister Jean-Eric Vergne selbst um alle Siegchancen gebracht. Der DS-Techeetah-Pilot wollte am Start zu viel und kollidierte in Kurve 1 mit Pole-Mann Sam Bird (Virgin).

D'Ambrosio rettet Sieg ins ZIel

Der Brite konnte weiterfahren, doch Vergne drehte sich und fand sich plötzlich am Ende des Feldes wieder. Er und Teamkollege André Lotterer, der ein schlechtes Qualifying hatte, mussten sich erst wieder durch das Feld kämpfen und wurden am Ende Fünfter und Sechster.

Diese beiden Szenen brachten D'Ambrosio an die Spitze, der das Rennen vor den beiden Virgin von Robin Frijns und Sam Bird gewinnen konnte - sehr zur Freude des ausgelassen jubelnden Teamchefs Dilbagh Gill.

Video - Zentimeter-Finale! D’Ambrosio wehrt Schlussattacke ab

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In der letzten Runde musste er sich aber noch einmal hart der Konkurrenz erwehren, die durch das Safety Car nach dem BMW-Vorfall ganz nah im Heck des Mahindra hing. Zur Belohnung wurde auf dem Podium das erste Mal die belgische Hymne gespielt.

Sims landete am Ende noch auf Rang vier vor den beiden DS-Techeetah, Ex-Champion Lucas di Grassi (Audi) wurde mit beschädigter Nase Siebter vor Sébastien Buemi (Nissan e.dams).

Frühes Aus für Wehrlein

Der Schweizer war von Rang drei gestartet, musste in Kurve 1 allerdings Vergne ausweichen und fiel ebenfalls weit zurück. Die letzten Zähler gingen an Mitch Evans (Jaguar) und Daniel Abt (Audi). Maximilian Günther feierte mit Rang zwölf hinter Dragon-Teamkollege Jose-Maria Lopez ein ordentliches Rennen.

Pech hatte derweil Pascal Wehrlein (Mahindra). Der Deutsche wurde am Start ebenfalls Opfer des Vergne-Drehers und wurde im Stau von di Grassi hart im Heck getroffen - sein Debüt war daraufhin bereits nach kurzer Zeit beendet.

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Auch die deutsche HWA-Truppe konnte unter den Augen von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff (von der Formel E übrigens als Ehemann von Venturi-Teamchefin Susie Wolff gebrandmarkt) früh zusammenpacken: Stoffel Vandoorne und Gary Paffett schieden ebenfalls nach wenigen Runden aus.

Bei BMW geht alles schief

Derweil sah alles nach einem weiteren Erfolg von BMW aus: Nachdem Sam Bird nach rund 15 Minuten eine Schikane ausgelassen hatte, flogen Felix da Costa und Sims am Briten vorbei - auch einige andere Konkurrenten gingen an Bird vorbei, der Probleme zu haben schien.

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Zuvor hatte BMW bereits die Positionen von Sims, der nach dem Start Zweiter war, und Felix da Costa getauscht.

Die Fans blickten vor allem auf dem Kampf um Rang drei zwischen D'Ambrosio, Di Grassi, Frijns und Bird - zu souverän in Front schienen die BMW zu sein. Doch zehn Minuten vor Rennende kam plötzlich alles anders...

Statt mit zwei Siegen aus zwei Rennen zu starten, besitzt Felix da Costa in der Gesamtwertung schon einen Rückstand auf D'Ambrosio, der in Riad bereits als Dritter auf dem Podium stand. 40 Punkte hat der Mahindra-Pilot nun, auf je 28 kommen Felix da Costa und Vergne.

Das nächste Rennen findet am 26. Januar im chilenischen Santiago statt.

Video - Dramen über Dramen: Alle Renn-Highlights aus Marrakesch

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