Und nachdem Bird im Jahr 2017, damals für Virgin, beide New-York-Rennen gewonnen hatte, war der Triumph mit Jaguar bereits sein dritter auf dem Brooklyn Street Circuit direkt gegenüber der Skyline von Manhattan. Mit diesem übernahm Bird in der hart umkämpften Formel-E-WM 2021 tatsächlich die Tabellenführung, obwohl er beim Start des Rennens nur auf Tabellenplatz 13 lag!
Im Qualifying eroberte Jaguar überraschend die komplette erste Startreihe. Polesetter Sam Bird führte das Feld in die erste Kurve, wäre in dieser aber um ein Haar von Teamkollege Mitch Evans abgeräumt worden. Denn mit stehenden Rädern bremste sich Evans nach einem nicht optimalen Start an Nick Cassidy (Virgin) vorbei und verfehlte Bird nur knapp.
Cassidy kam nach einigen Runden an Evans vorbei und schob sich somit zwischen das Jaguar-Duo. Wenig später kam Evans wieder vorbei. Hinter den Top 3 drehte in der ersten Rennhälfte das Porsche-Duo Pascal Wehrlein und Andre Lotterer seine Runden.
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Im Jaguar-Duell an der Spitze wechselten die Positionen einmal ganz kurz im Zuge des Aufladens in der Zone für den Attack-Mode. Grundsätzlich aber hatte Bird die Sache im Griff. Evans nämlich rutschte kurz darauf wieder hinter Cassidy an die dritte Position ab, konnte aber wie schon zuvor noch einmal kontern und holte sich die zweite Position zurück.

Dichte Gruppe hinter der Spitze

Während Bird mit vier Sekunden Vorsprung letztlich souverän gewann, kamen die Fahrer auf den Plätzen zwei bis sechs dicht hintereinander über die Ziellinie. Evans führte die Gruppe lange Zeit an, verlor in den letzten zwei Minuten aber noch mehrere Plätze. Das linke Hinterrad stand nicht mehr ganz gerade, nachdem der Neuseeländer einmal die Mauer erwischt hatte.
So kam Cassidy doch als Zweiter ins Ziel, gefolgt von Antonio Felix da Costa (DS-Techeetah), der die beiden Porsche-Piloten Wehrlein und Lotterer auf P4 und P5 verwies. Evans schien immerhin noch P6 retten zu können, doch auf den letzten Metern musste er derart langsam machen, dass er sogar noch aus den Top 10 herausfiel.
Alexander Sims (Mahindra) belegte den sechsten Platz, gefolgt von Norman Nato (Venturi; 7.), Robin Frijns (Virgin; 8.), Alex Lynn (Mahindra; 9.) und Samstagssieger Maximilian Günther (BMW-Andretti; 10.). Der unglückliche Evans wurde nur auf P13 gewertet.
Gegen Halbzeit des Rennes kam im hinteren Bereich der Top 10 zu einer Kollision der Erzrivalen Lucas di Grassi (Audi) und Sebastien Buemi (Nissan-e.dams). Di Grassi drehte Buemi um. Der Zwischenfall wurde von den Rennkommissaren auf die Liste genommen. Beim Zieleinlauf lag di Grassi als 14. direkt vor Buemi, der auf P15 einlief.

Bird macht zwölf (!) Plätze gut

Unglaublich: Sam Bird hat mit seiner sonntäglichen Siegesfahrt tatsächlich zwölf Tabellenplätze gutgemacht. Vom 13. Tabellenrang bei Beginn des Rennens hat er nun die Führung in der Formel-E-Gesamtwertung 2021 übernommen.
Jean-Eric Vergne erlebte indes einen rabenschwarzen Sonntag. Im Qualifying hatte er aufgrund von technischen Problemen keine fliegende Runde zustande gebracht und musste das Rennen vom letzten Startplatz (P24) in Angriff nehmen. Doch bevor Vergne überhaupt an eine Aufholjagd denken konnte, quittierte der DS-Techeetah-Bolide direkt in der Startaufstellung den Dienst. In der Gesamtwertung ist Vergne auf den siebten Rang abgerutscht.
Edoardo Mortara (Venturi) wurde im Rennen von Jake Dennis (BMW-Andretti) aus dem Weg geräumt und schloss letzten Endes nur auf Platz 17 ab. Nach P14 am Vortag hat sich das New-York-Doppel für Mortara somit überhaupt nicht gelohnt, weil es eine komplette Nullrunde für ihn war. In der Tabelle geht es für ihn auf den vierten Rang nach hinten.
Das vorletzte Rennwochenende der Formel-E-Saison 2021 ist das Heimspiel für den neuen Tabellenführer Sam Bird. Es steigt am 24./25. Juli in London. Auch dort handelt es sich wieder um einen Double-Header mit zwei Rennen. Im Unterschied zur Vergangenheit aber ist die Strecke neu. Erstmals wird auf dem Gelände des ExCel-Centers gefahren.
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