FC Schalke 04 - Gerald Asamoah gibt emotionales Interview nach Aufstieg: "Alle am Saufen - einige am Weinen"
Nach einer grandiosen Aufholjagd gegen den FC St. Pauli machte der FC Schalke 04 am Samstagabend durch den 3:2 (0:2)-Sieg vorzeitig den Bundesliga-Aufstieg perfekt. Nach dem Abpfiff gab es in der Veltins-Arena kein Halten mehr, die Fans stürmten auf den Rasen. Emotional ging es auch in der Kabine zu. "Alle am Saufen - einige sind am Weinen", berichtete Gerald Asamoah bei "Sky".
Simon Terodde wurde von den Schalke-Fans nach dem Wiederaufstieg gefeiert
Fotocredit: Getty Images
Auch er selbst habe geweint, gab Gerald Asamoah, aktuell Leiter der Lizenzspielerabteilung, zu. "Du bist so nah dran, liegst dann aber 0:2 zurück und dann auch dieser 'Scheiß' in Sandhausen, das macht was mit dir. Es ging einfach darum, diese Last und den Aufstiegsdruck mal abzulassen", erklärte der ehemalige deutsche Nationalspieler.
Die Stimmung im Team war entsprechend ausgelassen. "Die Jungs haben einfach gefeiert. Alle am Saufen und einige sind am Weinen - aber das gehört dazu", so Asamoah, der vor etwas mehr als einem Jahr, als der bittere Abstieg in die Zweite Liga feststand, vor Enttäuschung weinte. Am Samstagabend kullerten bei den Königsblauen ausschließlich Freudentränen.
Sicherlich auch bei vielen Fans auf der Tribüne - beziehungsweise nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen. Nach Spielende waren zahlreiche Anhänger in ihrem Aufstiegsrausch nicht mehr zu bremsen und stürmten aufs Spielfeld, was einige nicht komplett unversehrt überstanden.
Zuvor hatten sie das Schalker Team auch nach dem bitteren 0:2-Rückstand lautstark angefeuert. Spätestens nach dem 3:2 durch Rodrigo Zalazar in der 78. Minute wurde die Veltins-Arena zum Tollhaus.
Asamoah: "Die Fans haben uns nach vorne gepusht"
"Es war heute eine überragende Stimmung. Die Fans haben uns nach vorne gepusht, sodass wir das Spiel noch gewonnen haben", bedankte sich Asamoah im "Sky"-Interview für die großartige Unterstützung.
Ein spezieller Abend war es auch für Schlussmann Martin Fraisl. Vor dem 0:2 unterlief ihm ein schwerer Patzer, der vorzeitige Aufstieg schien in weite Ferne gerückt. Am Ende klappte es dank der Aufholjagd dann doch noch. Und die Erleichterung riesengroß.
"Wenn ich Martin Fraisl sehen, wie emotional dieser Junge war. Ich glaube, der Fehler zum 0:2 hat ihn ein bisschen mitgenommen. Dafür rettet er uns dann beim 2:2 mit diesem Schuss", berichtete Asamoah und lobte nochmal ausdrücklich die mannschaftliche Geschlossenheit: "Ich sage es einfach mal: Wir haben eine Truppe gehabt, bei der es gepasst hat. Man hat gemerkt, jeder hat für jeden gekämpft. Dieser Teamgeist hat uns dahin geführt, wo wir jetzt sind."
Zurück im deutschen Oberhaus.
Asamoah gesteht: Haben nichts organisiert
Dieser Erfolg soll auch entsprechend gefeiert werden, auch wenn Asamoah erklärte, dass man nichts organisiert habe. "Wir müssen gucken, was wir in den kommenden Tagen machen."
Immerhin steht schon fest: "Die Jungs kriegen ein paar Tage frei, wir als Stab brauchen auch ein bisschen Pause. Die Jungs haben es sich verdient."
Vorbei ist die Saison aber noch nicht, am 34. Spieltag geht es für Schalke noch zum 1. FC Nürnberg. Asamoah verschwendete daran jedoch erstmal wenige Gedanken: "Klar, wollen wir auch in Nürnberg ein super Spiel abliefern, aber scheiß drauf, wir wollen heute einfach nur feiern, wir sind aufgestiegen!"
Asamoah: Aufstieg wichtiger als Zweitliga-Meisterschaft
Doch ganz locker sollten die Schalker die Auswärtsreise nach Nürnberg nicht angehen, immerhin geht es auch noch um die Zweitliga-Meisterschaft. Was Asamoah wohl in der Aufstiegseuphorie gar nicht mehr im Kopf hatte. Auf die Zweitliga-Schale angesprochen, meinte der 43-Jährige lachend: "Ok, wir können noch Meister werden, oder?"
Natürlich wolle man in Nürnberg ein gutes Spiel abliefern und am liebsten gewinnen, sagte Asamoah, aber das Wichtigste hat der Klub schon erreicht: "Unser Ziel war aufzusteigen und deswegen reicht das vollkommen."
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Quelle: Eurosport
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