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Werder Bremen geht bei Dynamo Dresden baden: Aufsteiger düpiert Absteiger
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Publiziert 26/09/2021 um 15:30 GMT+2 Uhr
Aufsteiger Dynamo Dresden hat Bundesliga-Absteiger SV Werder Bremen am 8. Spieltag der 2. Bundesliga deutlich geschlagen und die Hanseaten damit in der Tabelle überholt. Die Sachsen gewannen dank Treffern von Christoph Daferner (40./66.) und Morris Schroter (75.) mit 3:0 (1:0). Für die Bremer ist es nach der Niederlage gegen den HSV am vergangenen Wochenende bereits die zweite Pleite in Folge.
Dynamo Dresden führt gegen Werder
Fotocredit: Getty Images
Dynamo stellte in den ersten Minuten das tonangebende Team. Die spät anrennenden Bremer waren zunächst größtenteils mit der Arbeit gegen den Ball beschäftigt. Das Geschehen spielte sich hauptsächlich zwischen den Sechzehnern ab, das Tempo war nicht sehr hoch. Nachdem die recht gute Anfangsphase der Dresdner vorüber war, waren die Spielanteile ausgeglichen. Beide Teams neutralisierten sich im Mittelfeld, ein fußballerischer Leckerbissen war das wahrlich nicht.
Wenige Minuten vor der Pause klingelte es dann doch noch. In der 40. Minute zirkelte Ransford Königsdörffer aus der zweiten Reihe an die Latte, von wo aus der Ball zu Christoph Daferner prallte. Dieser setzte seinen satten Flachschuss aus der rechten Strafraumhälfte an den linken Innenpfosten, wodurch der Ball zum 1:0 ins Gehäuse gelenkt wurde. Der Führungstreffer der Hausherren zeichnete sich nicht gerade ab, war aber dennoch nicht unverdient.
Die Bremer schraubten nach dem Seitenwechsel ihren Ballbesitzanteil nach oben. Sie schafften es, ihre vielen Aktionen mit dem Spielgerät am Fuß in einige Torchancen umzumünzen. Allerdings fehlte es ihnen hierbei vor allem an der Präzision sowie der Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Der Aufsteiger machte hingegen aus wenig viel: Er platzierte in der zweiten Halbzeit drei Schüsse auf den Kasten, zweimal landete der Ball auch darin.
In der 66. Minute tankte sich der eingewechselte Antonis Aidonis in der rechten Sechzehnerhälfte bis zur Grundlinie durch und gab flach nach innen. Mitchell Weiser lenkte den Ball mit der Hacke unglücklich zu Daferner. Dieser schoss aus sechs Metern mit dem Außenrist zum 2:0 unter den Querbalken.
Neun Minuten später bediente Joker Agyemang Diawusie Morris Schröter, der in die Box eindrang und zwischen Elferpunkt und Strafraumgrenze zum 3:0 ins linke untere Eck schoss.
Eine Schlussoffensive der Gäste blieb aus. Dynamo Dresden hielt den Laden hinten dicht, sodass es beim Drei-Tore-Vorsprung blieb.
Die Stimmen zum Spiel:
Alexander Schmidt (Trainer SG Dynamo Dresden): "Wir mussten von der ersten Minute an eine gute Zweikampfführung an den Tag legen. Das haben wir über große Teile geschafft und dazu Effektivität gezeigt. Wir sind stolz, mit unseren Fans im Rücken einen starken Gegner geschlagen zu haben."
Nicolai Rapp (SV Werder Bremen): "Das heute war einfach viel zu wenig, und wir haben verdient verloren. Wir müssen zurück zu den Basics - wieder mehr Mentalität, Leidenschaft zeigen und die Zweikämpfe besser annehmen."
Miloš Veljković (SV Werder Bremen): "Wir müssen auf jeden Fall präsenter sein. Am Ende ist es vielleicht ein wenig zu deutlich ausgefallen. Wir hatten auch unserer Chancen. Aber das müssen wir nächstes Wochenende definitiv besser umsetzen."
Der Tweet zum Spiel:
Beide befanden sich nicht in den Startaufstellungen. Werders Lars Lukas wurde in der 46. Minute ins Spiel gebracht, Dresdens Sebastian kam nicht zum Einsatz.
Das fiel auf: Mangelnde Abschlussqualität beim SVW
So oft wie Werder Bremen kam in Deutschlands zweithöchster Spielklasse an den ersten sieben Spieltagen keine andere Mannschaft zum Abschluss. Aus 125 Versuchen sprangen dabei aber lediglich elf Tore heraus. Bezieht man sich auf Expected Goals, dann erzielten die Hanseaten 3,4 Treffer weniger als erwartet wurde. Auch gegen Dresden wäre deutlich mehr drin gewesen. 16 Mal kam das Team von Coach Markus Anfang zum Abschluss, nur dreimal davon wurde der Ball auf den Kasten befördert. Bremen blieb zum zweiten Mal in Serie ohne eigenen Treffer. Auch vergangenes Wochenende bei der 0:2-Heimniederlage im Nordderby gegen den HSV haperte es bei Werder an der Chancenverwertung.
Die Statistik: 25
Erstmals seit 25 Jahren trafen beide Klubs in einem Pflichtspiel aufeinander. Zuvor begegneten sie sich letztmals im Februar 1995, als sich die Bremer in der ersten Liga gegen Dynamo 1:0 durchsetzten.
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Quelle: SID
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