Werder Bremen holt einen Punkt am Millerntor beim FC St. Pauli - Tabellenführung ist trotzdem weg

Werder Bremen hat in der 2. Bundesliga durch das 1:1 (0:1) beim Verfolger St. Pauli einen wichtigen Punkt im Aufstiegsrennen geholt. Dennoch büßten die Hanseaten die Tabellenführung ein, da Mitabsteiger Schalke 04 sein Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim gewann und zunächst neuer Spitzenreiter ist. Daniel-Kofi Kyereh (43.) brachte die Hamburger in Führung, Niclas Füllkrug traf für den SVW (58.).

Finn Becker vom FC St. Pauli im Zweikampf mit Jean-Manuel Mbom von Werder Bremen

Fotocredit: Getty Images

Unter anderem rückte Etienne Amenyido nach der 0:1-Pleite des FC St. Pauli gegen Hansa Rostock für Simon Makienok in die Startelf. In den ersten Spielminuten fiel der Neuzugang vom VfL Osnabrück allerdings in erster Linie mit zwei Fouls auf. Trotzdem dominierten die Kiezkicker zu Beginn die Partie, doch das hielt nicht lange an.
In der Offensive vergab Niclas Füllkrug eine Riesenchance für die Gäste aus Bremen, als er wenige Meter vor dem Tor und nur mit Keeper Nikola Vasilj als Hindernis den Ball links neben den Kasten setzte (25.). Auf der anderen Seite konnte sich der SVW allerdings bei Christian Groß dafür bedanken, dass seine Grätschen den Rückstand verhinderten.
Trotzdem fiel der erste Gegentreffer noch vor der Pause. Afeez Aremu konnte sich im Mittelfeld behaupten, behielt den Überblick und passte auf links zu Leart Paqarada. Dem 27-jährigen Außenverteidiger gelang eine punktgenaue Flanke, welche flach vor die Füße des am langen Pfosten heranrauschenden Daniel-Kofi Kyereh kam. Ohne größere Probleme schob der Ghaner die Kugel schließlich ins Tor (43.).
Der zweite Durchgang gestaltete sich deutlich chaotischer und bot den Zuschauenden weniger herausgespielte Torchancen. Nach einer knappen Stunde zappelte der Ball schließlich im Netz der Hamburger: Romano Schmid legte eine Flanke Leonardo Bittencourts zurück in den Fünfer. Dort war Füllkrug zur Stelle, der den Ball aus kürzester Distanz in die Maschen jagte. Der Treffer war nicht unumstritten, weil der Bremer Felix Agu zuvor den Ball mit der Hand spielte. Schiedsrichter Florian Badstübner hatte jedoch kein strafbares Handspiel gesehen und auch Video-Schiedsrichter Sören Storks überstimmte ihn nicht.
Im weiteren Spielverlauf waren beide Mannschaften um den Siegtreffer bemüht, doch dieser fiel nicht. Auf diese Weise bekommen nun die Aufstiegskonkurrenten Schalke und Darmstadt die Gelegenheit, an die Tabellenspitze zu stürmen.

Die Stimmen:

Romano Schmid (Werder Bremen): "Wir haben das direkte Duell nicht verloren. Wir haben nächste Woche wieder eine schwierige Aufgabe. Der Punkt hilft uns."
Niclas Füllkrug (Werder Bremen): "Wir glauben das ganze Spiel daran zu treffen. Das ist eine unserer Stärken, das ist bei uns im Kopf drin. Dementsprechend machen wir immer weiter. Das Unentschieden ist schade, aber wir haben gegen eine gute Mannschaft gespielt."
Nikola Vasilj (FC St. Pauli): "Ich denke, dass der Punkt verdient ist. Wir haben das ganze Spiel gekämpft und uns gegenseitig gepusht. In der ersten Halbzeit waren wir etwas besser drin, weil wir dort mehr gespielt haben. In der zweiten Halbzeit war es mehr Kampf."

Der Tweet zum Spiel:

Sogar der offizielle Account des FC St. Pauli äußerte Zweifel am Gegentreffer. Das war jedoch nicht die einzige Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns während der Partie. Dieses hat keinen guten Tag erwischt, um das vorsichtig zu formulieren.

Das fiel auf: Wieder VAR in der Kritik

Das Tor Werder Bremens zum 1:1-Ausgleich wurde aufgrund eines möglichen Handspiels in der Entstehung vom VAR überprüft. Umso kurioser die Entscheidung: Tor. An der Seitenlinie benutzte Agu nämlich eindeutig seine Hand, um Marcel Beifus zu tunneln und so an ihm vorbeizugelangen. Entsprechend verärgert zeigten sich auch die St.-Pauli-Fans.

Die Statistik: Null

Noch nie traf Guido Burgstaller gegen Werder Bremen. Mittlerweile hält diese Serie seit zehn Pflichtspielen an. Lieblingsgegner ist etwas anderes.
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Quelle: Perform

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