Werder Bremen kehrt in die Bundesliga zurück: Heimsieg gegen Jahn Regensburg wird zur Aufstiegsparty

Der SV Werder Bremen kehrt nach nur einem Jahr in die Bundesliga zurück. Der 2:0-Heimsieg am 34. Spieltag gegen Jahn Regensburg entwickelte sich dabei zur Aufstiegsparty. Niclas Füllkrug brachte die Werderaner in der 10. Minute in Front. Bremen verwaltete seine Führung in der Folge gekonnt. Marvin Ducksch traf zum Endstand (51.). Beim Abpfiff brachen schließlich alle Dämme.

Die Bremer Spieler feierten mit ihren Fans den Aufstieg

Fotocredit: Getty Images

Werder Bremen hatte die Chance, mit einem Zähler die direkte Rückkehr ins Oberhaus perfekt machen. Pünktlich zum Anpfiff meldeten sich alle Spieler von Werder-Chefcoach Ole Werner einsatzbereit, auch der angeschlagene Ömer Toprak (Wadenprobleme) konnte auflaufen.
Bereits in der siebten Minute brach ein Jubelsturm im Stadion aus, Mitchell Weiser hatte nach Zuspiel von Romano Schmid getroffen. Der VAR erkannte aber die knappe Abseitsposition, der Treffer zählte nicht.
180 Sekunden später brachen dann alle Dämme: Nach einer herrlichen Kombination im letzten Drittel ließ Marvin Ducksch den Ball an der Strafraumkante für Niclas Füllkrug abtropfen.
Der Stürmer ließ sich nicht bitten und wuchtete aus 15 Metern den Ball links unten ins Toreck (10.).

Bremen drückt, Regensburg läuft an

Nach 20 Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Gäste aus Regensburg spielten mutig nach vorne, die Hausherren setzten überwiegend auf ihr gefährliches Umschaltspiel.
Nach einer Hereingabe aus dem rechten Halbfeld von Benedikt Saller fabrizierte Weiser am langen Pfosten beinahe ein Eigentor, Jiri Pavlenka bewahrte die Grün-Weißen vor Schlimmerem (22.). Auch bei den Abschlüssen von Nicklas Shipnoski (35.) und Andreas Albers (37.) fehlte jeweils nicht viel.
Kurz nach Wiederanpfiff nahm der Aufstiegstraum der Norddeutschen dann endgültig Gestalt an. Nach einem schnellen Einwurf von Weiser behauptete sich Schmid clever an der Grundlinie der Gäste, legte den Ball schließlich ab in die Mitte zu Marvin Ducksch. Aus fünf Metern war sein 21. Saisontreffer nur noch Formsache (51.).
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Marvin Ducksch beim Torjubel

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Bremen verpasst die Vorentscheidung - Fans stürmen den Rasen

Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit kam von den Oberpfälzern immer weniger, die Grün-Weißen vergaben weitere gute Möglichkeiten, durch Miloš Veljković (59.) und Kapitän Leonardo Bittencourt (69.).
Dies sollte die Elf von Ole Werner aber nicht mehr hindern, die direkte Rückkehr in die Beletage des deutschen Fußballs perfekt zu machen. Nach Spielende stürmten die Fans des SVW auf den Rasen und feierten ausgelassen mit Mannschaft und Trainerstab. Ein Platzsturm mit Sorgen: Dabei verletzten sich nach Angaben der Bremer Polizei aber offenbar 20 Menschen.

Die Stimmen nach dem Spiel:

Clemens Fritz (Leiter Scouting SV Werder Bremen): „Es sind natürlich einige Emotionen. Wir sind unheimlich stolz, dass wir den letzten Schritt noch gegangen sind. Es war eine schwierige Saison, wir hatten einen schwierigen Start, immer wieder mit Turbulenzen. Wir alle sind unheimlich stolz auf unsere Mannschaft. Wir freuen uns sehr, dass wir heute aufgestiegen sind.“
Ömer Toprak (SV Werder Bremen): „Schwierig, das alles hier in Worte zu fassen. Ich bin einfach froh, dass wir es wirklich geschafft haben, trotz dieser ganzen Umstände. Es war immer wieder stressig. Mir war es einfach sehr wichtig, dass wir es hinkriegen, dass wir den Verein hinkriegen, wo er hin gehört. Letztes Jahr sind wir abgestiegen, ich war Teil davon. Mich persönlich hat das sehr hart getroffen, das muss ich ehrlich sagen. Ich bin froh, dass wir den Aufstieg nun geschafft haben.“
Niclas Füllkrug (SV Werder Bremen): „Es war sehr anstrengend und sehr emotional heute. Ich habe mir immer wieder vor Augen geführt, wo wir hergekommen sind. Ich habe nie versucht, über den Aufstieg zu reden, immer versucht dabei demütig zu bleiben. Jede Mannschaft kann jeden schlagen. Am 12. November waren wir Neunter, jetzt sind wir Zweiter und steigen auf. Ich bin einfach nur glücklich und gerührt, wir wollen jetzt feiern.“

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Ole Werner bringt die Mission zu Ende

Nach dem Abstieg aus dem Oberhaus lag die Bremer Fußballwelt in Scherben. Die Rückkehr wurde angestrebt, doch die Mission Aufstieg geriet früh im Saisonverlauf ins Wanken. Als dann neben sportlichen Problemen noch der Impfpass-Skandal um Chefcoach Markus Anfang publik wurde, drohte die Kogge in Bremen endgültig zu kentern. Als Ole Werner dann den SVW übernahm, standen die Grün-Weißen auf dem zehnten Tabellenplatz, mit neun Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz. Nach der Übernahme sollte es nur noch zwei Niederlagen setzen, gegen Kiel und Heidenheim. Der Traum nahm mehr und mehr Gestalt an, mit drei Zählern gegen Regensburg hat Werner nun die Mission Aufstieg unter Dach und Fach gebracht, aller Hindernisse zum Trotz.

Die Statistik: 40

Niclas Füllkrug (19) und Marvin Ducksch (21) kommen nach dem 34. Spieltag gemeinsam auf 40 Tore. Zuletzt gelang dies einem Bremer Stürmer-Duo vor 16 Jahren. Damals kamen Miroslav Klose und Ivan Klasnić ebenfalls auf 40 Treffer nach 34 Spieltagen.
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Quelle: Perform

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