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Finkes Zeit in Kamerun läuft ab
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Publiziert 29/01/2015 um 12:51 GMT+1 Uhr
Nach dem viel zu frühen Aus mit Kameruns Fußball-Versagern prophezeite Afrika-Experte Otto Pfister seinem Landsmann Volker Finke schwere Zeiten. "Die Stimmung dort ist jetzt auf dem Tiefpunkt", sagte Pfister dem "Express": "Auch noch als Gruppenletzter auszuscheiden - das ist das Schlimmste." Und es könnte Finke endgültig den Job als Dompteur der "unzähmbaren Löwen" kosten.
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Das 0:1 (0:1) des viermaligen Afrika-Cup-Siegers gegen die Elfenbeinküste in Malabo/Äquatorialguinea nämlich war gleichbedeutend mit der nächsten, vielleicht letzten Enttäuschung der Ära Finke. Der ehemalige Bundesliga-Coach besitzt zwar noch einen gültigen Vertrag bis zum 31. Mai 2015, doch schon bei der WM enttäuschte er mit Kamerun.
Finke ist bereits der sechste Chefcoach seit 2009 und nicht wenige sind davon überzeugt, dass Nummer sieben schon bald folgen wird. Zumal die Kritik in Kamerun schon vor der Niederlage gegen die Elfenbeinküste groß war.
Ex-Star Milla kritisiert Finke
"Ihnen ist schon klar, dass Sie die meisten Leute in Kamerun hassen. Treten Sie freiwillig zurück oder warten Sie bis zur Entlassung?", hatte ein Journalist schon vor dem letzten Gruppenspiel gefragt. Von "Inkompetenz" hatte vor einiger Zeit bereits Legende Roger Milla gesprochen. "Er hat keine nachvollziehbare Strategie und gibt der Mannschaft kein Gesicht", sagte der 62-Jährige.
Pfister (77), der den afrikanischen bestens Fußball kennt und Kamerun 2008 ins Endspiel führte, hält von Finke zwar viel. "Er ist ein Guter", sagte Pfister, "aber in Afrika zählen nur Siege." Auch deshalb ist es mehr als fraglich, ob Finke seinen Vertrag wird erfüllen dürfen. Seine Spielanalyse ("Man kann niemandem unterstellen, dass er nicht wollte. Wir haben alles versucht und jeder hat bis zum Schluss sein Bestes gegeben.") klang zwar wie das Plädoyer für eine weitere Beschäftigung, doch die Bilanz ist ernüchternd.
Null Punkte - Gruppenletzter
Drei Spiele, zwei Tore, kein Sieg und null Punkte - das frühere Vorzeigeteam des Kontinents um den Schalker Bundesliga-Profi Eric Maxim Choupo-Moting versagte auf ganzer Linie. Hinter Gruppensieger Elfenbeinküste schnitten sogar Mali und Guinea noch besser ab als die Kameruner, die das Turnier zuletzt 2002 gewonnen hatten.
Dabei hatte der Afrika-Cup 2015 nach den katastrophalen Vorstellungen bei der WM im vergangenen Jahr - auf und neben dem Platz - doch ein Neuanfang mit jungen Spielern werden sollen, eine Danksagung Finkes mit der Botschaft: Ich bin der Richtige. Ihr schenkt mir euer Vertrauen, und ich bringe den kamerunischen Fußball voran! Doch davon war in Äquatorialguinea nichts zu sehen.
VIDEO: Elfenbeinküste wirft Kamerun raus
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