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Konkurrenz im FCB-Kader
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Publiziert 18/01/2012 um 09:10 GMT+1 Uhr
Möglicherweise hat man bei der Dortmunder Borussia den Gladbacher Neuzugang zur Vertragsunterschrift mit dem naheliegenden Wortspielchen begrüßt: "Versprochen Marco, du bereust nix!" Die Entscheidung gegen den FC Bayern natürlich.
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Vom FC Bayern berichtet Michael Wollny
Schließlich wurde man wochenlang das Gefühl nicht los, dass die Münchner aus Prinzip und Prestige in den Poker um Marco Reus eingestiegen waren. Sportliche Notwendigkeit dürfte jedenfalls keine Rolle gespielt haben.
Wenn Bayern ihn wirklich gewollt hätte, hatte Ottmar Hitzfeld die Causa Reus lakonisch kommentiert, "dann hätte Bayern ihn geholt."
Haben sie aber nicht. Wozu auch? Wenn man doch in einem 4-2-3-1 seine offensive Ausrichtung hinter Mario Gomez aus Arjen Robben, Franck Ribéry, Thomas Müller und natürlich Toni Kroos basteln kann.
Ein illustrer und hochqualitativer Konkurrenzkampf, der bereits den Anwesenden Sorgenfalten in die Stirnlappen gräbt. Wieso also das antun, wenn sich beim größten Konkurrenten sportliche Perspektive ins private Umfeld einbetten lässt?
Müller: Luxuriöse Verschwendung
"Er hat sich für Dortmund entschieden, das müssen wir akzeptieren ", erklärt Karl-Heinz Rummenigge und bestätigt: "Es ist aus seiner Sicht auch einfacher. Hier hätte er sich erst einmal durchsetzen müssen."
Trotz der Klasse des 22-Jährigen Offensiv-Talents wäre dies eine Herkulesaufgabe geworden. Denn das offensive Mittelfeld der Bayern steht. Robben und Ribéry auf den Flügeln, Kroos hinter Gomez auf der Zehn. Es kommt einer luxuriösen Verschwendung gleich, dass Thomas Müller in dieser Konstellation aus der Elf rotiert.
Dass er in der Hinrunde trotzdem seine Einsätze bekam, war den Verletzungen von Robben und Schweinsteiger geschuldet, durch die er mal auf dem rechten Flügel eingesetzt werden konnte, oder eben als hängende Spitze, da Kroos auf der Sechs Schweinsteiger ersetzte. Und daran wird sich auch im neuen Jahr kaum etwas ändern.
Ribéry spielt eine bärenstarke Saison, Chef-Stratege Schweinsteiger hat das Comeback vor Augen und Toni Kroos die Vorgaben von Jupp Heynckes aus der Saisonvorbereitung im Trentino übererfüllt: "Von Toni erwarte ich den nächsten Schritt." Kroos sprang - auf die nächste Entwicklungsstufe, weshalb ihm Rummenigge auch das inoffizielle Prädikat "fast Weltklasse" ausstellt.
Kroos: Vertikale Allzweckwaffe
Proportional zu seinen Leistungen entwickelte sich bei Feintechniker Kroos auch das Selbstbewusstsein. Gegen Gladbach wird er wohl Ribéry auf links vertreten. Kein Problem, meint der 22-Jährige, spricht aber bewusst von "mal auszuhelfen", in "einem" Spiel. "Insofern bin ich schon froh, dass ich zuletzt konstant zentral spielen konnte."
Häufig wird Kroos auch als der Lieblingsspieler von Jupp Heynckes bezeichnet. Das mag stimmen, transportiert aber auch den Geschmack von Bevorteilung. Doch die hat Kroos nicht nötig. Insofern trifft die Bewertung als vertikale Allzweckwaffe besser.
"Ob auf der Zehn oder auf der Sechs", meint Kroos, "ich spiele beides gerne, die Zehn noch einen Tick lieber. " Der Platz hinter Mario Gomez, für Kroos die "absolute Lieblingsposition" in einem top-besetzten Mittelfeld.
Heynckes hat die Qual der Wahl - und Reus wohl alles richtig gemacht.
VIDEO - Revanche mit neu gemischen Karten:
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