BVB-Jubiläum gegen den Angstgegner?

Borussia Dortmund kann beim Hamburger SV seinen 700. Sieg in der Bundesliga-Geschichte feiern. "Wir haben viel vor und wir haben in Hamburg einfach etwas gutzumachen: In den letzten Jahren haben wir sehr häufig unnötige Punkte liegenlassen", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp. Und er hat Recht: Der HSV ist der Angstgegner von Dortmund - und Klopp.

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Der Hamburger SV gewann vier der letzten fünf Bundesligaduelle mit den Dortmundern. Die letzte Niederlage des HSV gegen Dortmund setzte es im September 2013 als Dortmund die Hanseaten mit 6:2 aus dem Signal-Iduna-Park schoss. "Hamburg hat genug Punkte von uns bekommen. Die waren alle dringend nötig für den HSV, aber jetzt brauchen wir die Punkte - unbedingt", stellte Klopp auf der Pressekonferenz zum Spiel beim HSV klar.
Klopps selbst reist - wenn man sich seine persönliche Bilanz als Trainer anschaut - eher ungern nach Hamburg. Neun Mal trat Jürgen Klopp bislang in Hamburg an, nur ein Mal ging er auch als Sieger vom Platz: Im Januar 2012 gewann sein BVB mit 5:1. Von den restlichen acht Begegnungen in Hamburg verlor Klopp sechs, zweimal nahm er immerhin einen Punkt mit.
HSV schwer auszurechnen
Vor drei Wochen erhielt der HSV eine 0:8-Abfuhr in München, vor zwei Wochen zeigten die Hamburger jedoch wieder ein anderes Gesicht und spielten 1:1 gegen den Champions-League-Anwärter Borussia Mönchengladbach. In welcher Form und Formation die Hamburger am Samstag auftreten werden, weiß selbst Jürgen Klopp nicht. "Das 0:8 der Hamburger sollte man komplett aus der Saison rausnehmen, das hat eigentlich nichts mit dem HSV zu tun. In München gab es für die Hamburger ja schon das eine oder andere skurille Ergebnis. Generell ist der HSV extrem laufstark, die haben in der Rückrunde mächtig Kilometer abgerissen. Zudem kommen beim HSV diese Woche relativ viele Spieler wieder zurück, die verletzt oder angeschlagen waren."
Marcell Jansen, Cleber, Ivica Olic, Pierre-Michel Lasogga und Valon Behrami sind bei den Hamburgern wieder zum Mannschaftstraining gestoßen. "Alle Rückkehrer werden sicher nicht von Beginn an spielen", bremste HSV-Trainer Joe Zinnbauer allerdings. Auf seinen "Chef" Valon Behrami wird er dennoch nicht verzichten wollen. "Wir müssen vor allem im Zentrum, gegen den Ball gut stehen", sagte Zinnbauer und ergänzte, dass Behrami für diesen Auftrag einer seiner wichtigsten Spieler sei.
BVB gegen HSV: Tore, Tore, Tore
Egal mit welcher Formation die Hanseaten letztendlich auflaufen werden, eine Partie zwischen Dortmund und dem Hamburger SV verspricht eines: Tore. In der Bundesliga-Historie fielen bislang 341 Tore in den Partien zwischen dem HSV und dem BVB, das ergibt im Schnitt 3,6 Tore pro Spiel! Gegen keinen anderen Bundesligisten kassierte Dortmund so viele Gegentreffer - 174 - wie gegen den HSV. Allerdings erzielten die Dortmunder gegen keinen Gegner mehr Tore als den HSV, 167 sind es an der Zahl.
Video: Klopp über BVB, HSV - und Marcel Reif
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