Perfekt: Johannes Geis wechselt von Mainz zum FC Schalke 04

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Der Wechsel von U21-Nationalspieler Johannes Geis vom FSV Mainz 05 zum Liga-Konkurrenten Schalke 04 ist perfekt. Der Mittelfeldspieler erhält bei den "Königsblauen" einen bis 30. Juni 2019 datierten Vertrag. Damit gewann Schalke das Werben um die Verpflichtung des 21-Jährigen, unter anderem gegen den Revier-Rivalen Borussia Dortmund.

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Als Ablöse war in verschiedenen Medien zuletzt eine Summe von zehn Millionen Euro plus etwaiger Erfolgszuschläge im Gespräch.
"Wir sind sehr froh, dass sich einer der begehrtesten jungen Spieler für unseren Klub entschieden hat", sagte Manager Horst Heldt über Geis, der derzeit bei der U21-EM in Tschechien weilt und in der abgelaufenen Saison in sämtlichen Pflichtspielen für die Mainzer zum Einsatz gekommen war.
"Enorme Qualitäten"
"Johannes verfügt über enorme Qualitäten: Seine gefährlichen Standards, sein präzises Pass-Spiel und sein Blick für die freien Mitspieler machen ihn im zentralen defensiven Mittelfeld bereits jetzt zu einem der besten Profis auf dieser Position in der Bundesliga", ergänzte Heldt.
Geis bestritt bislang 75 Bundesligaspiele (6 Tore) sowie neun Begegnungen in der 2. Liga. Hinzu kommen zwei Einsätze im DFB-Pokal (ein Tor) sowie zwei Partien in der Europa-League-Qualifikation.
"Das wäre ein absoluter Traum"
Auf Geis und die deutsche U21 wartet heute eine besondere Aufgabe: In Prag kann die Elf von Trainer Horst Hrubesch als erstes deutsches Männer-Team seit 1988 die Qualifikation für Olympische Spiele schaffen. Im letzten Gruppenspiel gegen Gastgeber Tschechien (20:45 Uhr im Liveticker) reicht dafür ein Remis.
"Das wäre ein absoluter Traum. Ich schaue im Sommer und Winter immer Olympia, das ist ein überragendes Ereignis. Alle schwärmen vom olympischen Dorf, vom ganzen Umfeld", sagt Kapitän Kevin Volland. Wie alle Mitspieler war der Angreifer noch nicht geboren, als vor 27 Jahren das DFB-Team mit den späteren Weltmeistern Jürgen Klinsmann, Thomas Häßler, Frank Mill und Karl-Heinz Riedle in Seoul Bronze gewann.
Hrubesch im Duett mit Gott
Nun können Volland und Co. in die Fußstapfen ihrer Vorbilder treten, im Stadion Eden würde bei einem Remis im Parallelspiel zwischen Serbien und Dänemark sogar eine Niederlage zum Halbfinal-Einzug reichen. So weit will es der Titelfavorit nach dem überzeugenden 3:0 gegen Dänemark aber gar nicht erst kommen lassen. "Ich bin kein Trainer, der auf Ergebnis spielen lässt. Ich will die Spiele gewinnen", sagt Hrubesch.
Ein Sieg brächte zudem die Gewissheit, für das Halbfinale nicht ins 250 km östlich gelegene Olmütz umziehen zu müssen. In Prag fühlt sich der DFB-Tross seit seiner Ankunft rundum wohl, Hrubesch traf sich sogar mit der tschechischen Schlagerikone Karel Gott. "Ich war überrascht, dass ich eine Einladung in sein Haus bekommen habe", sagte der Trainer. Geimsam sang das Duo sogar Karel Gotts Hit "Babicka" aus dem Jahr 1979. "Ja, das war damals meine Musik", sagte Hrubesch.
"Mehr Spaß gibt es doch gar nicht"
An ein mögliches Aus denkt also keiner, obwohl Tschechien am Samstag beim 4:0 gegen Serbien glänzte und das Stadion ausverkauft sein wird. "Das ist genau das, was wir als Fußballer wollen: Ein volles Stadion und ein interessanter Gegner. Mehr Spaß gibt es doch gar nicht", erklärt Hrubesch. Erst im vergangenen November trafen beide Teams ebenfalls im Stadion Eden aufeinander, damals gab es ein 1:1.
Sollte Deutschland doch das Halbfinale verpassen, müsste das Kofferpacken mindestens einen Tag warten. Denn falls England am Mittwoch das Halbfinale erreicht, spielen die beiden Gruppendritten am Sonntag in einem Showdown um das vierte Olympia-Ticket. Der Grund: England ist keine olympische Nation und kann sich nicht für die Sommerspiele qualifizieren.
Doch auf solche Hintertürchen will sich das deutsche Team nicht verlassen, der Traum von Olympia soll am Dienstag Wirklichkeit werden. Vor der Abreise nach Prag hatten die DFB-Spieler Besuch von Julius Brink und Jonas Reckermann bekommen, den Beachvolleyball-Olympiasiegern 2012 in London. "Was die beiden erzählt haben, klang riesig", sagte Verteidiger Robin Knoche: "Olympia 2016 in Rio - das wäre sensationell".
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