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Wolfsburg schlägt Stuttgart
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Publiziert 04/04/2015 um 17:27 GMT+2 Uhr
André Schürrle hat mit seinem ersten Tor im Trikot der "Wölfe" zu einem letztlich souveränen 3:1 (1:1)-Heimsieg des VfL gegen den VfB Stuttgart beigetragen. Der Weltmeister traf in der 76. Spielminute zum Endstand, nachdem zuvor Ricardo Rodriguez per Doppelpack (41. FE/65.) die Elf von Dieter Hecking auf die Siegerstraße brachte. Martin Harnik konnte zwischenzeitlich ausgleichen (44.).
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Die Lehren:
Der VfL Wolfsburg begann ungewohnt fahrig. Viele kleine Unkonzentriertheiten und Fehler luden den VfB Stuttgart immer wieder zu aussichtsreichen Angriffen ein.
Die Elf von Huub Stevens schien allerdings etwas Angst vor der eigenen Courage zu haben. Erst nach und nach traute sich der VfB mehr zu und glich hochverdient noch vor der Halbzeitpause aus.
Nach dem Seitenwechsel spielte der VfL Wolfsburg dann aber immer deutlicher seine individuelle Überlegenheit aus. Dieser hatten die Schwaben letztlich nichts entgegenzusetzen.
Während der VfL damit wohl endgültig für die Champions League planen kann, verharrt der VfB Stuttgart auf dem letzten Tabellenplatz. Dennoch war das keinesfalls ein Versagen des VfB, der gegen etwas schwächere Gegner seine Chance nutzen muss.
Die Stimmen:
André Schürrle (VfL Wolfsburg): "Ich bin glücklich. Es wurde einfach Zeit, dass ich treffe. Das ist natürlich schon eine Befreiung. Insgesamt ist es einfach toll, dass wir wieder gewonnen haben."
Die Höhepunkte:
4. Das hätte bereits die Führung sein müssen für die Wölfe. Eine Ecke von Rodriguez verlängert Knoche an den zweiten Pfosten. Luiz Gustavo ist etwas überrascht und kann die Kugel aus zwei Metern nicht über die Linie drücken.
16. Nächste Chance der Gastgeber. De Bruyne steckt auf dem linken Flügel für Rodriguez durch. Dessen Flanke kommt maßgenau auf Dost, der mit seinem Kopfball aus fünf Metern am stark reagierenden Ulreich scheitert.
17. Wie aus dem Nichts bietet sich den Gästen die Riesenchance zur Führung. Harniks Abschluss wird genau vor die Füße von Kostic abgefälscht, der aus sieben Metern frei vor Benaglio steht. Der Abschluss ist gar nicht schlecht, doch die rechte Pranke des Schweizers schnellt in atemberaubender Geschwindigkeit heraus und verhindert das 0:1.
41. TOOOR für Wolfsburg! Caligiuri zieht von links in den Strafraum und geht an Klein vorbei. Der Österreicher geht sehr unglücklich zu Werke, Caligiuri nutzt dieses, um spektakulär zu Boden zu gehen. Welz zeigt auf den Punkt! Rodriguez lässt sich nicht zweimal bitten, verlädt Ulreich und schiebt unten links zum 1:0 ein.
44. TOOOR für Stuttgart! Da ist der Ausgleich und der ist absolut verdient. Kostic hat auf der linken Seite zu viel Platz und nutzt diesen für eine perfekte Flanke auf den zweiten Pfosten. Harnik steigt dort hoch und köpft unbedrängt und problemlos zum 1:1 ins kurze Eck.
49. De Bruyne schaltet auf links ganz schnell und legt die Kugel flach vor das Tor. Dort ist Dost am schnellsten, bekommt die Kugel aber nicht am herausgeeilten Ulreich vorbei.
57. Die Einschläge kommen dichter für den VfB. Vieirinha kommt nach einer Träsch-Flanke aus fünf Metern frei zum Schuss, haut die Direktabnahme aber knapp über den Querbalken.
60. Kostic ist weiterhin der auffälligste Mann bei den Gästen. Erneut lässt er Träsch problemlos stehen und flankt wieder stark ins Zentrum. Ginczek ist völlig frei, vermasselt jedoch das Timing beim Kopfball.
65. TOOOR für Wolfsburg! Ein ganz unglückliches Ding für Ulreich und den VfB. Rodriguez schlägt einen Freistoß knapp hinter der Mittellinie mit viel Schnitt vor das Tor. Naldo steht frei, kommt jedoch nicht an die Kugel. An Freund und Feind vorbei schlägt das Spielgerät im hinteren Eck zum 2:1 ein.
76. TOOOR für Wolfsburg! Da ist die Tor-Premiere von Schürrle. Ein langer Abschlag von Benaglio wird von de Bruyne glänzend verarbeitet und Schürrle in den Lauf gelegt. Der Weltmeister bleibt cool und schiebt oben links zum 3:1 ein.
Der Knaller: Rodriguez-Standards
Der Schweizer Nationalspieler demonstrierte erneut, dass er zu den besten Linksverteidigern der Liga gehört. Speziell bei Standards ist Rodriguez eine echte Waffe. Beinahe jeder Eckball und Freistoß sorgte für höchste Gefahr in der Stuttgarter Deckung. Nicht zufällig gingen so auch die ersten beiden Wolfsburger Treffer auf das Konto des Mannes aus der Schweizer “Nati“.
Im Abseits: Mutlose Schwaben
In der ersten Halbzeit offenbarte der VfL Wolfsburg viele Unkonzentriertheiten, die die Schwaben immer wieder in glänzende Positionen brachten. Allerdings war deutlich zu spüren, dass der Stevens-Truppe der letzte Schneid fehlte, um diese Schwächeperiode der Gastgeber konsequenter zu nutzen.
Die Statistik: 15
Sage und schreibe 15 Eckbälle gab es im Spiel. Speziell in der ersten Halbzeit hangelte sich die Partie von Standard- zu Standardsituation.
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